GesamtThread Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus


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7941 Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - simone 05. Februar 2009 19:32:57

Hallo,

vielleicht kann mir hier jemand helfen - weiß nicht weiter,was ich tun soll.
Ich bin in meinem ersten Clomifenzyklus, hatte letzten Sommer eine FG in der 7. Woche und es hat so nicht wieder geklappt.
Ich bekam Clomifen am 3.-7. Zyklustag
Predalon am 10. und ab dem
13. ZT nahm ich Utrogest 2x2 vaginal.
Seit Utrogest habe ich permanent Schmierblutungen, eher bräunlich und immer wieder ein schmerzhaftes Ziehen in beiden Eierstöcken.
In beiden Eierstöcken wurden je eine Gelbkörperzyste festgestellt,
von denen die eine einen am Montag (15. ZT) einen Durchmesser von 4,5,cm hatte.
Gestern bekam ich so starke Schmerzen, daß ich nochmals in die Praxis ging, ich wurde aber nicht untersucht, sondern mir nur gesagt, daß dies normal sei, weil "der Körper kämpft" und "sich die Bänder dehnen", ich solle Schmerzmittel nehmen, egal welche, ich wäre ja noch nicht schwanger.
Diese Vorgehensweise kann ich mir nur so erklären, daß die Ärztin mit Ultraschall nichts verletzen wollte???
Seit gestern habe ich einfach eine Utrogest mehr genommen und die Schmerzen wurden etwas besser.
Schmerzmittel habe ich mir verkniffen.
Da die Zwischenblutungen immer noch nicht aufgehört haben, wüßte ich gern, ob ich damit überhaupt schwanger werden könnte und woher sie kommen, ebenso die Schmerzen??
Was kann ich noch tun???

Fürs Lesen und Antworten vielen lieben Dank
simone



7944 Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Sigrun 23. Februar 2009 17:20:477941

Hallo Simone,

folgende allgemeinere Informationen habe ich nun noch von Frau Dr. Benz zu Ihren Fragen bekommen:


Die Sterilitätstherapien sind etwas für Spezialisten, und die einzelnen Therapieregime nicht immer einfach nachzuvollziehen.
Im ersten Zyklus einer Hormonbehandlung (auch bei Pilleneinnahme) sind Zwischenblutungen nicht ungewöhnlich.
Die Schmerzen, die in diesem Clomifenzyklus auftraten, sind vermutlich durch die Cysten bedingt. Ab etwa 4 cm Größe verursachen Cysten gerne Schmerzen durch die Dehnung der Eierstockkapsel. Die Schmerzen werden oft als ziehend beschrieben.
Clomifen stimuliert die Bildung der Follikel, wirkt aber gleichzeitig geringfügig antiöstrogen. Vielleicht war dadurch der Aufbau des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut) gestört, was sich in Schmierblutungen zeigte. Ein Schwangerwerden ist wohl dennoch möglich. Bei Clomifen ist noch wichtig, dass der Wirkstoff kumulieren kann, sodass man nach 3 Zyklen normalerweise einen Zyklus Pause macht und die Nachwirkung abwartet.
Für Frauen mit polycystischen Eierstöcken und sehr langen Blutungsabständen und oft monophasischen zyklen wegen ausbleibender Ovulation ist außerdem wichtig zu wissen, dass die Clomifenstimulierung schwierig sein kann. Diese Frauen sprechen oft auf die übliche Dosierung zunächst garnicht an, und bei einer Erhöhung reagieren sie dann plötzlich mit Überstimulation d.h. es entstehen große Cysten und man muss die Therapie für diesen Zyklus abbrechen.



7947 Frage an Frau Dr. Benz: Clomifenzyklus - Simone 23. Februar 2009 20:55:357944

vielen Dank für die Antwort, Frau Dr. Benz
Ich habe inzwischen wieder eine Fehlgeburt gehabt.
Lange Zyklen habe ich ohne Clomifen nicht, sondern eher kurze von 25-26 Tagen.
Das Clomifen hat zwar angeschlagen inform von zwei großen Follikeln rechts und links und auch den Zysten, von denen eine 6 cm Größe erreicht hat.
Leider hat die Schwangerschaft nicht gehalten und da dies jetzt schon zum zweiten Mal passiert ist, stellt sich die Frage, warum ich keine SS halten kann.
Weiter oben eine ausführlichere Beschreibung.
Was kann ich tun, falls es noch einmal klappt, damit die SS hält???

Viele Grüße
Simone


>Hallo Simone,
>folgende allgemeinere Informationen habe ich nun noch von Frau Dr. Benz zu Ihren Fragen bekommen:
>
>Die Sterilitätstherapien sind etwas für Spezialisten, und die einzelnen Therapieregime nicht immer einfach nachzuvollziehen.
>Im ersten Zyklus einer Hormonbehandlung (auch bei Pilleneinnahme) sind Zwischenblutungen nicht ungewöhnlich.
>Die Schmerzen, die in diesem Clomifenzyklus auftraten, sind vermutlich durch die Cysten bedingt. Ab etwa 4 cm Größe verursachen Cysten gerne Schmerzen durch die Dehnung der Eierstockkapsel. Die Schmerzen werden oft als ziehend beschrieben.
>Clomifen stimuliert die Bildung der Follikel, wirkt aber gleichzeitig geringfügig antiöstrogen. Vielleicht war dadurch der Aufbau des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut) gestört, was sich in Schmierblutungen zeigte. Ein Schwangerwerden ist wohl dennoch möglich. Bei Clomifen ist noch wichtig, dass der Wirkstoff kumulieren kann, sodass man nach 3 Zyklen normalerweise einen Zyklus Pause macht und die Nachwirkung abwartet.
>Für Frauen mit polycystischen Eierstöcken und sehr langen Blutungsabständen und oft monophasischen zyklen wegen ausbleibender Ovulation ist außerdem wichtig zu wissen, dass die Clomifenstimulierung schwierig sein kann. Diese Frauen sprechen oft auf die übliche Dosierung zunächst garnicht an, und bei einer Erhöhung reagieren sie dann plötzlich mit Überstimulation d.h. es entstehen große Cysten und man muss die Therapie für diesen Zyklus abbrechen.



7943 Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Manfred van Treek 10. Februar 2009 08:46:407941

Sehr geehrte Frau Simone ….

Ihre Anfrage ist sehr spezifisch, weil Sie in einer sehr spezifischen Situation sind, die aus einer sehr spezifischen Behandlung resultiert.

Ich möchte vorwegschicken, dass ich als naturheilkundlich orientierter Allgemeinarzt und mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung mit naturidentischen Hormonen (siehe: www.hormonselbsthilfe.de und www.johnleemd.com ) eine andere Vorgehensweise empfehlen würde, als die, die die schulmedizinische Gynäkologie im Moment bei Ihnen anwendet.

Damit aber überhaupt etwas geraten werden kann, müssten noch Informationen über Ihre Vorgeschichte gesammelt werden. Da das Forum so gut wie anonym ist, brechen wir keine Arztgeheimnisse, wenn wir offen über die Anamnese (= Vorgeschichte) sprechen.

Meine Fragen sind:

Wie alt sind Sie denn eigentlich? (ganz wichtige Information in diesem Zusammenhang!).

Haben Sie schon Kinder? (wieviele? Wann geboren?).

Haben Sie früher verhütet? (wie? Pille? Spirale? Wie lange mit welchen Methoden?).

Hatten Sie Abtreibungen?

Wie lange vor der Schwangerschaft, die zur Fehlgeburt im Sommer letzten Jahres führte, hatten Sie regelmäßigen Verkehr mit Ihrem Mann, bis es zur angestrebten Schwangerschaft kam?

Hatten Sie diesen Verkehr wirklich immer an den fruchtbaren Tagen? Wissen Sie, wie man/frau die fruchtbaren Tage feststellt und welche Tage von den fruchtbaren Tagen die besten Tage für eine Empfängnis sind?

Wenn Sie bisher von keinem Arzt in Bezug auf die letzten beiden Fragen beraten worden sind, dann, so fürchte ich, ist bei Ihnen viel zu schnell mit manipulativen Techniken vorgegangen worden. Wenn keine Ärztin Ihnen den weiblichen Zykus im Sinne der Natürlichen Empfängnisregelung nach Prof. Rötzer erklärt hat, dann hat man Sie um die Chance gebracht, sehr informative Diagnostik durch Selbstbeobachtung selbst machen zu dürfen. In meiner Praxis arbeite ich in erster Linie mit Informationen, die ich den Patientinnen anbiete. Für mich ist die mündige Patientin ein wichtiges Ziel. Die Frau muss wissen, was in ihrem Körper vorgeht, sie muss ihre gesunden und natürlichen Zeichen einordnen können, sie sollte aber auch abweichende, nicht normale Phänomene bewerten können. Die Beraterin/Innen von Perle-ev und INER können Ihnen helfen, damit Sie aus der Betrachtung Ihrer Zykluskurve (Temperatur und Fruchtbarkeitsschleim) erkennen, ob z.B. eine Gelbkörperschwäche vorliegt. Dieser Progesteronmangel ist die häufigste Ursache weiblicher Unfruchtbarkeit. Es gibt in der naturheilkundlichen Gynäkologie einige Möglichkeiten der Therapie. Ich möchte das „Frauenheilbuch“ von Heide Fischer aus dem Nymphenburger Verlag erwähnen, in dem z.B. Teemischungen für „mehr weiblichen Rhythmus“ oder bei „anovulatorischen Zyklen“ (= Zyklen ohne Eisprung) angegeben sind. Karin Türck hat bereits einen wichtigen Hinweis gegeben, mit welchem Buch Sie die Zyklusselbstbeobachtung lernen können, mit "Natürliche Empfängnisregelung" von Prof. Rötzer aus dem Herder-Verlag.

Ich würde Therapien, die so schmerzhaft sind und die so manipulativ in mein Hormonsystem eingreifen, ablehnen.

Sie dürfen gerne nochmal schreiben, Ich werde versuchen, bald zu antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred van Treek – Viernheim

Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Umweltmedizin



7945 Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Simone 23. Februar 2009 18:18:277943

Sehr geehrter Herr Dr. van Treek,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Zwischenzeitlich hat sich folgendes ergeben:
Ich war wieder schwanger und hatte erneut eine Fehlgeburt eine Woche nachdem meine natürliche Periode eingetroffen wäre.
Die eine Zyste war inzwischen auf 6cm angewachsen, Stand vom 11.Februar, seitdem war ich nicht mehr zur Untersuchung und weiß daher nicht, ob die Zysten noch da sind.
Momentan ist mir der Eifer, diese Praxis wieder aufzusuchen, ziemlich vergangen.
Am 24.Zyklustag (11.2.) war ein zuhause gemachter Schwangerschaftstest positiv.
Am selben Tag wurde auch ein Bluttest gemacht, der dies bestätigt hat.
Vom Mittwoch auf Freitag hatte sich aber das HCG nicht verdoppelt und ich erhielt freitags einen Anruf von der Praxis mit dieser Info.
Ich könne auch ab sofort das Utrogest weglassen, da es nicht mehr helfen könne. Es wäre keine intakte Schwangerschaft mehr möglich.
Ein Wunder geschah nicht, ein erneuter Bluttest Montag darauf zeigte daß sich das HCG verringert hatte.
Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, da ich anscheinend keine Schangerschaft halten kann und nicht weiß warum.
Sie hatten mich nach meiner Vorgeschichte gefragt:

Ich bin 40 Jahre alt und habe keine Kinder, ich habe früher mit Kondomen verhütet und mit dem Persona Computer.
Da ich zu hohen Blutdruck habe, vertrug ich nie die Pille und habe sie mit ca. 20 wieder absetzen müssen.
Keine Abtreibungen.
Die Schwangerschaft letztes Jahr kam im Urlaub nach regelmäßigem Geschlechtsverkehr zustande, im Urlaub und mit vorheriger TCM Behandlung (ca.6 Monate lang mit 1xwöchentlicher Akupunktur, manchmal auch nur alle 2 Wochen und mit chinesischer Teetherapie).
Das war die erste Schwangerschaft, die ich überhaupt wissentlich je hatte.
Ich führe seit ca. einem 3/4 Jahr Temperaturkurven und habe gewußt, wann ich fruchtbar bin.
Leider habe ich mich mit diesem Thema viel zu spät so ausführlich befaßt, weil ich mir eingebildet habe, es klappt schon.
Die Praxis, in der ich war, ist wohl schon eher darauf angelegt, ziemlich schnell die Chemiekeule oder noch besser eine künstliche Befruchtung herbeiführen zu wollen.
Aber aufgrund meines Alters war ich inzwischen auch damit einverstanden, obwohl ich nie solche Chemie in meinem Körper haben wollte.
Außerdem war die Akupunktur inzwischen ein finanzielles Problem geworden, da wir es privat zahlen mußten.
Von Prof. Rötzer habe ich hier das erste Mal gehört, noch nie in einer Arztpraxis.
Was mich übrigens auch sehr geärgert hat, war die Tatsache, daß mir in dieser Praxis immer gesagt wurde, meine Hormone wären in Ordnung und dann, kurz vor der Clomifenbehandlung war auf einmal von einer Gelbkörperschwäche die Rede.
Zwischenblutungen hatte ich vor der Clomifenbehandlung noch nie in meinem Leben und jetzt werde ich sie nicht mehr los,
was mich sehr schockt.
Meine Periode kam endlich am 18.2. und danach wieder Schmierblutungen.
Zwar nicht mehr so stark, aber sie sind da.
Inzwischen habe ich am 1.Zyklustag angefangen Phyto L einzunehmen, um meine Hormone wieder zu beruhigen und in die richtigen Gleise zu bekommen.
Da ich auch am Hashimoto Virus leider (L-Thyroxin 1x 100 mg tgl.) und Belok Zok (1x 100 mg) einnehmen muß, habe ich wohl schlechte Karten schwanger zu werden, bzw. eine halten zu können.
Das TSH war während des positiven Tests diesen Monat auf 4 bzw. 4,7., viel zu hoch, doch ich sollte die normale Dosis weiternehmen.
Nun weiß ich nicht, ob es wieder daran gescheitert ist oder am Blutdruck.
Nächste Woche werde ich deswegen einen Endokrinologen aufsuchen.
Auf jeden Fall bin ich sehr verzweifelt, weil mir die Zeit davonläuft.

Vielleicht wissen sie weiteren Rat?

Vielen Dank im voraus und viele Grüße
Simone




7949 Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Manfred van Treek 04. März 2009 17:07:117945

Sehr geehrte Frau Simone ….

Es tut mir sehr leid, dass Sie nun bereits die zweite Fehlgeburt hatten. Ich danke Ihnen für die ausführlichen Angaben zu Ihrer Vorgeschichte.
Bei Ihnen bestehen nun mehrere Faktoren, die das Festhalten des Kindes in der Schwangerschaft erschweren.
Ihr Alter von 40 Jahren ist naturgemäß schon eine Erschwernis. Es ist nicht so, dass eine Frau immer mit Punkt 50 die Menopause hat, und dann beginnen die Wechseljahre. Die letzte echte Menstruationsblutung wird als Menopause bezeichnet. Die Wechseljahre beginnen schon früher mit der Phase der Prämenopause. Diese Phase kann bei der einen Frau 3 Jahre dauern, bei der anderen aber 10-15 Jahre. Aus hormoneller Sicht ist dies die Phase „nachlassender Gelbkörperaktivität“. Der Gelbkörper bildet sich im Eierstock nach dem Eisprung. Er heißt so, weil er sich für den Arzt als gelber Klecks auf dem Eierstock darstellt, wenn beispielsweise eine Bauchspiegelung nach dem Eisprung gemacht würde. Das vom Gelbkörper gebildete Hormon ist das Progesteron, ein anderes Wort dafür ist Gelbkörperhormon. Progesteron heißt übrigens wörtlich übersetzt: „für die Schwangerschaft“. Somit ist die Bildung des Progesterons im Gelbkörper wichtige Voraussetzung, dass eine Schwangerschaft überhaupt eintreten kann und auch dafür, dass das Kind, das sich eingenistet hat, auch gehalten werden kann. Wenn die Gelbkörperaktivität im Zyklus nachlässt (nach 12-14 Tagen), kommt es zur Hormonentzugsblutung (= Menstruation). Wenn sie in der Frühschwangerschaft nachlässt, kommt es leider zur Fehlgeburt. Die Gelbkörperschwäche dürfte somit bei Ihnen die zweite Erschwernis sein. Das wurde Ihnen ja auch schon in der Gynäkologenpraxis mitgeteilt.
BeimUtrogest handelt es sich übrigens um naturidentisches Progesteron. Diesen Ansatz Ihrer Gynäkogenpraxis finde ich gut, wobei ich es entsprechend den Regeln von Dr. Lee (www.johnleemd.com) aber etwas anders machen würde.
Eine dritte Erschwernis haben Sie in Ihrer Anamnese genannt, und das ist die durch Autoimmunantikörper bedingte Hashimoto-Schilddrüsenunterfunktion. Sie schreiben von TSH-Werten von 4 bis 4,7. Schauen Sie mal bitte in den Foren der Selbsthilfegruppen von Schilddrüsenpatienten nach. Es gibt auch ein sehr gut verständliches Buch: „Die gesunde Schilddrüse“ von Mary Shomon aus dem Goldmann-Verlag. Die von Unterfunktion betroffenen Menschen fühlen sich mit einem so hohen TSH meistens nicht gut, sie leiden unter Leistungsschwäche, Müdigkeit, Gewichtszunahme, Frieren usw. Vor 2-3 Jahren wurde von den Laborpraxen noch ein „Normalwertbereich“ von 0,2 bis 4,5 angegeben. Mittlerweile und nicht zuletzt durch die Erfahrungen der Patienten hat man den oberen Grenzwert auf 2 deutlich nach unten korrigiert. Manche Hypothyreosepatienten sagen, dass es ihnen erst gut gehe, wenn sie Schilddrüsenhormontabletten in einer Dosierung nehmen, die das TSH auf 1 und weniger runter drückt. Die TSH-Konzentration im Blut verhält sich ja umgekehrt zu derjenigen der Schilddrüsenhormone T4 und T3. Das biologisch aktive T3 entsteht im Blut aus dem von der Schilddrüse produzierten T4 durch Abspaltung eines Jodatoms. Also: ist ausreichend T3 und T4 im Blut, bekommt die Hirnanhangdrüse die Botschaft, normale Serum-Konzentrationen von TSH zu bilden. Ist zuwenig T3 und T4 im Blut, geht das TSH hoch, um die Schilddrüse anzuregen, mehr Hormon zu produzieren. Dies kann die Schilddrüse aber bei Hashimoto oder anderen Formen der Unterfunktion nicht leisten. Wahrscheinlich hat der Endokrinologe, den Sie aufsuchen wollten, Ihnen nun gesagt, dass Sie die Schilddrüsenhormonsubstitution erhöhen müssen. Das sollten Sie unbedingt machen und dabei Ihr TSH engmaschig, alle drei Monate kontrollieren lassen. Im Winter brauchen die Unterfunktionspatienten meistens etwas mehr L-Thyroxin (= T4), im Sommer etwas weniger. Sie sollten kein Jodid nehmen, lieber ein bis zweimal in der Woche Fisch essen. Aber Sie sollten 200 µg Selen täglich nehmen. Selen hilft der Schilddrüse bei ihren Aufgaben und es ist brustkrebs-protektiv. Und Sie sollten eine ausreichende Progesteronsubstitution erhalten, Progesteron hilft ebenso wie Selen der Schilddrüse bei der Hormonproduktion. Wie die Progesterontherapie im Sinne Dr. Lees gestaltet werden kann, dazu später. Ein Letztes noch zur Schilddrüsenbehandlung: Unter 0,3 sollte das TSH nicht gedrückt werden, dann steigt das Risiko für Osteoporose. Ob es sich bei Hashimoto um eine „Virusursache“ handelt, ist mir nicht bekannt.
Vielleicht haben Sie noch eine vierte Erschwernis: Lassen Sie bitte nicht nur Ihr Serumeisen, sondern auch Ihren Serumferritinspiegel kontrollieren. Das Ferritin ist das sogenannte Speichereisen und ein erniedrigter Wert zeigt einen Eisenmangel an, selbst dann, wenn Serumeisen und Hämoglobin normalwertig sind. Der Normalbereich von Ferritin wird mit 25 bis 170 angegeben. Wenn den Patienten solche „Normalbereiche“ angegeben werden, dann sollte jemand mit einem Wert von 26 seinen Arzt mal kritisch fragen: Lieber Herr Doktor, wieso soll das bei mir „normal“ sein, und ein anderer Patient hat 169, und das soll dann genauso „normal“ sein. Es haben sich ausgehend von einer Schweizer Ärztegruppe Initiativen für die Einrichtung sogenannter „Eisenzentren“ gebildet. Siehe: www.euro-fer.net. Der von diesen Ärzten angestrebte Ferritinwert ist 70 plus-minus. In dieser Initiative ist man zu der Erkenntnis gekommen, dass die orale Eisensubstitution mit Tabletten meistens nicht den erhofften Erfolg bringt. Es wird die intravenöse Eisensubstitution praktiziert. Diese ist nicht preiswert. 5 Ampullen mit hochkonzentriertem Eisen für 5 Infusionen kosten über 100 Euro. Ich bin ziemlich enttäuscht, dass z.B. die Firma, die das Venofer verkauft, ihr Produkt vor einem Jahr für knapp unter 100 Euro angeboten hat. Jetzt, im Jahre 2009, wo die Nachfrage durch erhöhtes Interesse von Ärzten und Patienten anscheinend gestiegen ist, ist der Preis fast um 20 % angestiegen. Eigentlich sollte es preiswerter werden. Ich würde Ihnen also dringend raten, Ihr Ferritin bestimmen und bei zu niedrigem Wert eine Infusionsserie mit 5 Infusionen im Wochenabstand machen zu lassen. Erneute Ferritinkontrolle 2 Wochen nach der letzten Infusion.
Noch eine mögliche Erschwernis für die Sie und jeder andere Mitteleuropäer ein Risiko von ca. 20% haben. Wenn Sie eine Glutenunverträglichkeit haben und somit „ihr tägliches Brot“ nicht vertragen, dann kann es zu destruktiven Immunantworten kommen. Gehen Sie bitte auf www.gluten-intoleranz.de und schauen sich den Kurzvortrag von Dr. Bolland an. Es ist erschreckend, wenn man bedenkt, dass ca. jeder fünfte Mensch sich durch Brot, insbesondere durch Vollkornbrot, aber auch durch Pasta, Pizza, Lasagne, Kuchen usw. krank isst und letztendlich Siechtum und verfrühten Tod erleiden muss. Eine der grundlegendsten Erkenntnisse, die ich als Naturheilkundler machen konnte ist die, dass Gesundheit und Gesundbleiben oft ein Informationsproblem ist. Wenn Sie die ca. 100 Euro für einen Gentest bei www.labovital.de investieren, und sie werden für das HLA-Allel DQ2 positiv getestes (Wahrscheinlichkeit: ca. 20%), dann haben Sie eine unendlich wertvolle Investition in Ihre Gesundheit getätigt. Sie müssten sich dann glutenfrei ernähren, das ist gar nicht so schwer. Aber auch wenn der Test für Sie negativ ist, dann wissen Sie zumindest, dass Sie Gluten besser vertragen, als diejenigen, die das Gen haben. Nichtsdestoweniger ist Gluten eigentlich für jeden Menschen Gift.
Sie haben schon Temperaturkurven geführt und Erfahrung in TCM. Somit darf ich vermuten, dass Sie einen gewissen Grad an Bewusstheit haben und sich möglicherweise schon mit dem Problem der Übersäuerung befasst haben. Wenn nicht, dann sollten Sie dies tun. Denn die Gewebsazidose ist nicht nur verantwortlich für verfrüht einsetzende Alterungsvorgänge, sie kann auch Unfruchtbarkeit bedingen.
Haben Sie vielleicht auch die Erschwernis von Zahnstörfeldern? Amalgam oder wurzeltote Zähne? Dann sollten Sie einen ganzheitlich orientierten Zahnarzt aufsuchen und es sollte eine vorsichtige Sanierung eingeleitet werden.
Nun zu der Hormonbehandlung nach den Regeln Dr. Lees:
Es gibt 3 Hauptregeln, die unbedingt beachtet werden müssen:
1. Nur die Frau soll eine Hormonbehandlung bekommen, die einen Mangel an dem Hormon hat.
2. Es soll ausschließlich mit naturidentischen Hormonen behandelt werden.
3. Es soll nur in physiologischen Dosen behandelt werden, nicht in pharmakologischen Dosen.
Bei Ihnen liegt eine Gelbkörperschwäche vor. Allerdings vermute ich, dass das Progesteron bei dem Hormontest Ihrer Gynäkologenpraxis als einziges Hormon nicht getestet wurde. Vielleicht irre ich mich ja in diesem Ihrem Falle, aber wundern würde es mich nicht. Bei meinen Patientinnen, die, bevor sie zu mir kommen vorher beim Gynäkologen oder Endokrinologen gewesen sind, wird das Progesteron regelmäßig „vergessen“. Man hält es nicht für so wichtig. Dabei ist Progesteron aus naturheilkundlicher Sicht das wichtigste Hormon. Die anderen Hormon sind auch wichtig – ist doch klar. Aber ihre Schilderung ist so typisch: „Ihre Hormone sind in Ordnung“ – soso!! – und was ist mit der Gelbkörperschwäche – ach ja!
Nach meiner Erfahrung in der Diagnostik der Hormondysbalance ist es ja ganz nett, wenn man der Patientin einen Speichel- oder Serumlabortest schwarz auf weiß ausdrucken kann. Aber: das ist sekundär. Das ist doch immer nur ein Tageswert oder besser: ein Tageszeitwert. Das ändert sich doch alle paar Stunden. Für mich hat die gewissenhaft geführte Zyklusselbstbeobachtung mit Temperaturkurve und Fruchtbarkeitsschleimbeobachtung viel mehr Aussagekraft. Tabellen zum Eintragen der Temperaturwerte und der Beobachtungen gibt es bei www.iner.org.
Bei ein bischen Erfahrung ist die Interpretation sehr einfach: kurze Schleimphasen oder auch gar kein Fruchtbarkeitsschleim bedeutet: Östadiolmangel. Zu kurze Temperaturhochlagenphase, nicht ausreichend hohe Temperaturhochlage und/oder zackenförmiger Temperaturhochlagenverlauf mit tageweise Abfall der Hochlage auf oder fast auf Basislinienniveau bedeutet: Progesteronmangel.
Da Sie ja zweimal schwanger geworden sind, dürfte wohl kaum ein Östradiolmangel vorliegen. Aber ein Progesteronmangel, eben eine Gelbkörperschwäche.
Das Progesteron, das Sie im Utrogest erhalten haben (ich vermute mal: transvaginal), ist naturidentisch, und es ist mit 100 mg pro Kapsel ca. das 3-4fache der sog. physiologischen Dosis. Diese hohe Dosis ist für diesen Zweck – für das Halten einer eingetretenen Schwangerschaft – nicht verkehrt, im Gegenteil, sie sollte so hoch sein. Ich würde es aber nicht in Kapselform transvaginal applizieren, sondern als Salbe transdermal, also über die Haut.
Mit der „physiologischen“ Dosis meint man eine Tagesmenge von 25 bis 35 mg Progesteron. Das ist die Menge, die im normalen, physiologischen Zyklus der Frau an den 12-14 Tagen nach dem Eisprung vom Gelbkörper produziert wird. Diese Menge gibt die naturheilkundliche Frauenheilkunde einer prä- oder postmenopausalischen Patientin täglich, wenn eine Hormondysbalance natürlich ins Gleichgewicht gebracht werden soll. Dies wird nebenwirkungsfrei von allen Frauen sehr gut vertragen. Das geht nach bestimmten Regeln, insbesondere sind Applikationspausen zu beachten. Bei der prämenopausalischen Frau geht die Pause vom Beginn der Menstruationsblutung bis 1 Tag vor dem durch den Eisprung und die Gelbkörperwirkung bedingten Temperaturanstieg. „Gesalbt“ wird vom ersten Tag des Temperaturanstiegs bis zum letzten Tag der Hochlage, erkennbar an der einen Tag später einsetzenden Blutung. Wenn nicht in subphysiologischer Dosis dosiert werden soll (= 5-10 mg täglich), dann sollten die 30 mg auf 3x täglich verteilt werden, damit wird entsprechend der physiologischen Situation eine bessere Verteilung über den Tag erreicht. Der Gelbkörper gibt sein Progesteron ja auch relativ gleichmäßig ab.
Wieviel Salbe sind nun 30 mg oder 10 mg Progesteron?
Das ist ganz einfach, wenn man von folgender Salbenrezeptur ausgeht (Apothekeranfragen bitte an die Rathausapotheke Viernheim, Tel: 06204/71602):
Progesteron.ex.Yams…………….1,0 Ungt.basalis.DAC………………..19,0 Propylenglykol……………….……10,0 Aloe.vera……………………………..1,5 Alphatocopherolacetat………..1,5 Excipitalcreme…………ad…..100,0
1 Gramm Progesteron (aus der Yams-Wurzel) sind also in 100 Gramm Salbe. 1 Gramm sind aber 1000 Milligramm. Somit sind in 1 Gramm Salbe 10 mg Progesteronwirkstoff. Um also 3x täglich 10 mg Wirkstoff zu dosieren, nimmt die Frau 3x 1 Gramm Salbe, das ist etwa eine Kleinfingerkuppe. Sie reibt dieses Quantum Salbe an wechselnden Hautstellen ein: Bauch, Brust, Oberschenkel, Arminnenseiten.
Wenn nun eine Schwangerschaft angestrebt wird, und wenn es in der Vergangenheit aufgrund von Gelbkörperschwäche zu Fehlgeburten kam, dann sollte besonders aufmerksam die Temperatur in der Hochlagenphase gemessen werden. Parallel dazu kann selbstverständlich der ß-HCG-Test gemacht werden. Das ß-HCG ist das frühembryonale Hormon, das der Mutter bereits ab dem 5. bis 7. Tag nach der Empfängnis signalisiert: „hallo, ich bin da!“. Und dieses Hormon des winzig kleinen Embryos gibt dem mütterlichen Eierstock genau diese Botschaft. Daraufhin steigert sich die Gelbkörperaktivität enorm, denn jetzt gilt es, alle Kräfte zu mobilisieren, um die Gebärmutterschleimhaut zu halten. Dieses Mehr an Progesteron über die übliche Progesteronbildung hinaus führt zu einer weiteren Temperaturerhöhung ab dem 5. bis 7. Tage der Hochlage um weitere 0,3 bis 0,4 °C. Das kann jede gerade eben schwanger gewordene Frau bei sich feststellen, vorausgesetzt, sie misst täglich ihre Aufwachtemperatur. Dann kann sie sich den Schwangerschaftstest sparen. Spätestens dann sollte die Frau mit anamnestischer Gelbkörperschwäche und Fehlgeburten die Salbenmenge verdreifachen. Wenn sie aber den Verkehr mit ihrem Mann an sicher fruchtbaren Tagen gehabt hat, das sind die Tage mit Zervixschleim, wenn sie mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen darf, dass eine Empfängnis stattgefunden hat, dann kann sie auch schon am 4. oder 5. Tag mit der erhöhten Progesterondosis weitermachen, also vor dem beobachteten Temperaturanstieg.
Ich favorisierte die transdermale Gabe des Progesterons deswegen, weil damit der „liver-first-pass-effect“ nicht stattfindet. Oral (über den Mund und somit über den Darm) aufgenommenes Progesteron wird zu 80 bis 85 % in der Leber inaktiviert, kommt also nur zu ca. 1/5 an den hormonabhängigen Organen, wo es ja wirken soll, an. Auch vaginal aufgenommenes Progesteron gelangt zum Teil in den sog. Pfortaderkreislauf und damit zunächst mal in die Leber, wo es inaktiviert wird. Nur transdermal aufgenommenes Progesteron umgeht die Leber vollständig, es gelangt ins venöse Blutkompartiment, von dort über Herz und Lungen ins arterielle Kompartiment und über die Arterien in die hormonabhängigen Organe.
Liebe Frau Simone ….
Ich hoffe, ich konnte Ihnen aus meiner naturheilkundlichen Sicht und aus meiner Erfahrung mit naturidentischem Progesteron einige Ratschläge geben, wie Sie vielleicht auch noch mit 40 Jahren zum ersehnten Kind kommen. Aber versuchen Sie es möglichst nicht mit unnatürlichen Mitteln zu erzwingen. Der Preis (im negativen Sinne), den die Frauen aufgrund der Nebenwirkungen bezahlen, der ist einfach zu hoch. Die Medizin sollte unterstützend, regulierend und balancierend arbeiten. Wenn dennoch so viele Paare den aus meiner Sicht fürchterlichen Weg der modernen Reproduktionsmedizin gehen, dann zeigt dies, wie sehr die Mainstream-Gynäkologen, die Pharmaindustrie, die Reproduktionsmedizin das Informationsmonopol besitzen. Es zeigt, wie sehr hier der Commerz über das Menschliche obsiegt. Das ist ein Zustand, der nicht hingenommen werden sollte.
Ihnen und Ihrem Mann alles Gute und viel Kraft, besonders dann, wenn Sie sich Ihren Wunsch nicht erfüllen können.
Manfred van Treek, Viernheim



7951 Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Simone 14. März 2009 18:31:357949

Hallo sehr geehrter Herr van Treek,

ich bedanke mich vielmals für die vielen Informationen, die Sie mir haben zukommen lassen.
Ich wollte eigentlich schon berichten können, dass sich etwas getan hat.
Dies ist aber nicht der Fall.
Es war nicht einfach, ein Rezept für Ihre Progesteroncreme 1% zu bekommen, da viele Schulmediziner dem kritisch gegenüber stehen und gleich wieder mit Utrogest ankommen.
Da ich vermutlich davon Schmierblutungen bekommen habe (ob generell davon oder weil die Dosis zu hoch oder niedrig war, weiß ich leider immer noch nicht – eigentlich war es eine sehr hohe Dosis, die ich da bekommen habe mit zuletzt 3x2 Utrogest vaginal).
Sie hatten mit Ihrer Vermutung recht, ich habe vom Endokrinologen eine höhere Dosis Schilddrüsenhormone verordnet bekommen und soll, sobald erneut eine Schwangerschaft vorliegen sollte, sofort eine halbe Tablette zusätzlich zweimal die Woche nehmen.
Beim nächsten Bluttest weiß ich, ob die Medikation so richtig ist.
Der erhöhte TSH ist vorher auch wieder auf 2,… heruntergegangen, wohl durch den Abbruch der Schwangerschaft.
Leider ist es auch nicht einfach, einen Arzt davon zu überzeugen, z.B. die Ferritinwerte zu überprüfen, die Notwendigkeit wird nicht eingesehen.
So ist man als Frau mit Kinderwunsch und Hashimoto ziemlich alleingelassen und muß immer wieder rühren und anregen etc. und die Zeit läuft einem davon.
Da ich eine verkürzte 2. Zyklushälfte habe und diesen Zyklus auch verfolgt habe, dass meine Temperatur tatsächlich nach dem Eisprung (dass ich einen hatte, wurde mit Bluttest festgestellt) um die von ihnen beschriebenen 0,3 bzw. 0,4 Grad gestiegen ist, hatte ich gehofft, dass es diesmal wieder klappt. Leider hatte ich die Progesteroncreme noch nicht und konnte somit kein Progesteron nehmen.
Heute bahnt sich leider die Periode an, 9 Tage nach dem Eisprung.
Leider hat das Phyto L mit Mönchspfeffer anscheinend allein nicht gereicht.
Nun versuche ich es im nächsten Zyklus mit der Creme und hoffe, damit die zweite Zyklushäldte verlängern zu können.
Schade, dass es in meiner Stadt keinen Arzt gibt, der wie Sie behandelt.
Der Frauenarzt möchte den nächsten Zyklus mich mit Puregonspritzen ab dem 3. Zyklustag behandeln.
Ob das die zweite Zyklushälfte verlängert, bin ich am Bezweifeln.
Leider werden immer wieder nur die Symptome und nicht die Ursachen behandelt und es kann nicht bei jeder Patientin dieselbe Medikation stimmen.
Dadurch ist mir schon viel wertvolle Zeit verlorengegangen.
Ich werde die von Ihnen beschriebenen Möglichkeiten alle nach und nach abklopfen.
Nächste Woche habe ich einen Termin beim Immunologen, auch hier wurde ich nicht darüber informiert, ob ich vor der Blutabnahme nun meine Medikamente nehmen soll oder nicht.
Ich hoffe, daß dabei nicht herauskommt, daß auch noch etwas an meinem Immunsystem gegen eine Schwangerschaft arbeitet und mein Körper den Embryo abstößt, weil er ihn als einen Fremdkörper betrachtet.

Mit besten Grüßen und nochmals vielen vielen Dank !
Simone



7952 Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Manfred van Treek 17. März 2009 00:12:237951

Hallo sehr geehrte Frau Simone ….
Danke für Ihre Antwort und dass Sie sich für meine ganzheitliche Herangehensweise an die Problematik interessieren.
Die Schilddrüse betreffend: Sie sind bei dem Endokrinologen anscheinend in guten Händen. Aber denken Sie bitte auch noch an die 200 µg Selen täglich.
Das Ferritin betreffend: Es kann tatsächlich sein, dass die Information über die größere Bedeutung des Ferritins für die Diagnose eines Eisenmangelsyndroms bei manchen Hausärzten noch nicht angekommen ist. Jetzt gibt es aber ein Problem und das macht meinen Berufsstand ein bischen schlecht; es könnte ein finanzielles Problem sein! Das Laborbudget des Arztes wird mit einer Eisenbestimmung nur mit einigen Cent belastet. Die Ferritinbestimmung kostet aber mehrere Euro. Fragen Sie Ihren Arzt, ob hier das Problem liegt; bieten Sie ihm an, die Kosten selber zu tragen. Ich hoffe, er schämt sich dann so sehr, dass er Ihnen diese im Grunde immer noch billige Untersuchungsmethode gönnen wird. Billig im Vergleich zu Ihnen möglicherweise noch bevorstehenden Methoden der Reproduktionsmedizin, die vermeidbar wären, wenn ein einfacher Eisenmangel Ursache oder Teilursache der Unfruchtbarkeit wäre.
Nun zu dem Puregon. Ihre Zweifel sind berechtigt!! Ich habe einige Fragen:
Sind Sie informiert worden über den Sinn und Zweck dieses Mittels?
Kennen Sie mögliche Nebenwirkungen?
Brauchen Sie Puregon aus hormoneller Sicht überhaupt?
Wie begründet der Gynäkologe den Einsatz dieses Mittels bei Ihnen?
Wenn Sie über diese Fragen von Ihrem behandelnden Gynäkologen nicht aufgeklärt worden sind, dann können Sie gerne nochmal – ich glaube, es heißt - „posten“. Ich werde dann schnellstmöglich antworten und meine Überlegungen dazu mitteilen.
Den geplanten Besuch beim Immunologen betreffend: Das ist gar nicht schlecht, auch hier Diagnostik zu betreiben. Aber selbst wenn diese negativ ausfällt: denken Sie bitte auch daran, mittels Gentest (www.labovital.de) eine Gluten-Intoleranz (www.gluten-intoleranz.de) auszuschließen oder zu bestätigen.
Den Mönchspfeffer betreffend: Nehmen Sie ein Mönchspfefferpräparat ruhig gleichzeitig zu den anderen Methoden. Sie werden einen möglichen positiven Effekt nicht unbedingt „spüren“. Dem Mönchspfeffer könnte eine Teilursache für eine erfolgreiche Schwangerschaft zugesprochen werden, wenn es dazu kommt. Ich hoffe es für Sie. Die Wirkungsweise von Mönchspfeffer ist vielen nicht bekannt. Ich will sie kurz erläutern: Wenn eine Frau ein Kind bekommen hat, dann sorgt eine verstärkte Ausschüttung von Prolaktin aus der Hypophyse dafür, dass die Frau auch stillen kann. Pro = für und Lakt = Milch. Gleichzeitig bremst das Prolaktin aber die Gelbkörperaktivität im Eierstock, es verhindert einige Monate lang weitere Eisprünge. Das ist sehr sinnvoll, denn eine Frau, die ihre physische Kraft auf das Stillen richtet, sollte nicht gleich mit dem nächsten Kind belastet sein. Das hat die Natur sehr klug eingerichtet. Mönchspfeffer hat nun die Eigenschaft, das Prolaktin zu hemmen. Somit kommt es durch Mönchspfeffer zu einer "Hemmung der Hemmung der Gelbkörperaktivität". Also hat Mönchspfeffer eine "progesteronerge" = Progesteron fördernde Wirkung.
Noch etwas zu Ihrer persönlichen Situation: Kann es sein, dass Sie ein bischen zuviel hadern? Sie schreiben oft „leider“ und „schade“ und „alleingelassen werden“ und „wertvolle Zeit verstrichen“. Ich meine, Sie haben ein Recht zu hadern und traurig zu sein. Und ich hoffe, es hilft Ihnen bei der Verarbeitung Ihrer zur Zeit nicht leichten Situation weiter, wenn Sie Ihren Frust mal rauslassen. Aber: wissen Sie, was „Patient“ auf deutsch heißt? Es kommt aus dem Lateinischen und heißt wörtlich übersetzt: „Geduldiger“ oder „Geduldige“. Ein Problem ist sicherlich der sehr spät aufgetretene Kinderwunsch. Ich hoffe, Sie und Ihr Mann schaffen es, ohne Zwang und Krampf an Behandlungen heranzugehen. Nehmen Sie es doch einfach so, wie es kommt. Wie es kommt, so sollte es eben auch sein. Vielleicht können Sie sich ja die Gelassenheit geben, es in die Hände der weisen Mutter Natur zu geben oder, wenn sie ein religiöser Mensch sind, in die Hände Gottes.
Für heute dann mal herzliche Grüße aus Viernheim
Manfred van Treek



7953 Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Simone 22. März 2009 00:05:347952

Sehr geehrter Herr van Treek,

vielen Dank für Ihre Antwort, die mir wieder mehr Wissen vermittelt hat.
Inzwischen hatte ich einen Termin zur Gerinnungsdiagnostik und folgende Werte kamen bislang heraus:

Plättchenreaktivitätsindex: 0,84 <1,2
Plasmaviskosität: 1,38 mPas 1,14-1,34
HKT: 43,4 % M:42-50, F:36-45
Erythrozytenaggregation: 12,2 8-21
Thrombozyten: 339 / L 150-400x109
Sonstiger Gerinnungsstatus unauffällig ( Protein S folgt)

Sollte wieder eine Schwangerschaft eintreten, soll ich sofort Fragmin P Forte spritzen mit 2x wöchentlich Kontrolle der Thrombozytenzahlen.
Flüssigkeitsmenge von täglich 2-3l, z.B. Buchweizentee.
Was ich nicht verstehe ist, dass ich falls ich wieder schwanger werden sollte, Heparin spritzen soll, obwohl zumindest in dem ersten Befund nichts auf eine Abstoßung hinweist.
Die Nebenwirkungen sind nicht ohne, ich habe ein Beiblatt bekommen, auf dem sie stehen.
Außerdem sollen die Entzündungswerte bei mir erhöht sein (ich weiß nicht welche).
Ich habe eigentlich immer erhöhte Entzündungswerte im Blut, ist das typisch bei Hashimoto-Erkrankten?
Zudem habe ich eher zuviel als zuwenig Ferritin Eisen im Blut („dickes Blut“) und soll daher kein Selen zusätzlich nehmen, dabei hatte ich mir extra schon Selentabletten geordert, schade.
Es sind noch nicht alle Werte da, einige dauern einige Wochen.
Ich werde es jetzt in der zweiten Zyklushälfte mit der von Ihnen empfohlenen Progesteroncreme versuchen.
Zu Puregon wurde mir vom Arzt gesagt, dass damit die Empfängnisfähigkeit erhöht und die Gelbkörperbildung angeregt werden soll. Mögliche Nebenwirkungen sind mir nicht genau bekannt, aber mir haben schon die von Clomifen gereicht.
Ob ich Puregon aus hormoneller Sicht überhaupt brauche, ist eine gute Frage.
Bislang habe ich es einmal ohne Chemie bzw. mit TCM geschafft schwanger zu werden und einmal mit Clomifen.
Was meinen Sie dazu?
Ich habe diesen Zyklus auf das Puregon verzichtet, weil ich es gern mit der Progesteroncreme und Phyto L versuchen möchte.
Ich beobachte meine Zykluskurve und werde beim Eisprung anfangen zu cremen und sollte die Temperatur in den Tagen nach dem Eisprung sich erhöhen, die Menge dann verdreifachen.
Vielleicht klappt es ja.
Die Glutenintoleranz werde ich auch ins Visier nehmen, ich weiß, dass ich eine Laktoseallergie habe, aber das hat ja mit den Gluten nichts zu tun.
Ich hoffe einfach weiter und würde mich besser fühlen, wenn ich nicht wieder Chemie nehmen müsste.
Von meinem Arzt wurde mir im letzten Gespräch eine vorbereitete Befruchtung empfohlen, was ich aber abgelehnt habe, nicht nur wegen der Kosten, sondern, weil ich keinen Sinn darin sehe, denn ich habe ja vor allem Probleme damit, eine Schwangerschaft zu halten und meine, das dort angesetzt werden müsste.
Ich verstehe aber auch, dass eine Kinderwunschpraxis von solchen und weiteren Eingriffen lebt.
Was mich stört, ist eben die Nichtbeachtung vieler Faktoren, die ohne chemische oder operative Eingriffe behoben werden könnten, wenn man denn überhaupt darauf achten würde.
Aber als aufgeklärte Patientin achtet man dann eben selbst darauf.

Allerbeste Grüße und nochmals Danke für die wertvollen Infos
Simone


>Hallo sehr geehrte Frau Simone ….
>Danke für Ihre Antwort und dass Sie sich für meine ganzheitliche Herangehensweise an die Problematik interessieren.
>Die Schilddrüse betreffend: Sie sind bei dem Endokrinologen anscheinend in guten Händen. Aber denken Sie bitte auch noch an die 200 µg Selen täglich.
>Das Ferritin betreffend: Es kann tatsächlich sein, dass die Information über die größere Bedeutung des Ferritins für die Diagnose eines Eisenmangelsyndroms bei manchen Hausärzten noch nicht angekommen ist. Jetzt gibt es aber ein Problem und das macht meinen Berufsstand ein bischen schlecht; es könnte ein finanzielles Problem sein! Das Laborbudget des Arztes wird mit einer Eisenbestimmung nur mit einigen Cent belastet. Die Ferritinbestimmung kostet aber mehrere Euro. Fragen Sie Ihren Arzt, ob hier das Problem liegt; bieten Sie ihm an, die Kosten selber zu tragen. Ich hoffe, er schämt sich dann so sehr, dass er Ihnen diese im Grunde immer noch billige Untersuchungsmethode gönnen wird. Billig im Vergleich zu Ihnen möglicherweise noch bevorstehenden Methoden der Reproduktionsmedizin, die vermeidbar wären, wenn ein einfacher Eisenmangel Ursache oder Teilursache der Unfruchtbarkeit wäre.
>Nun zu dem Puregon. Ihre Zweifel sind berechtigt!! Ich habe einige Fragen:
>Sind Sie informiert worden über den Sinn und Zweck dieses Mittels?
>Kennen Sie mögliche Nebenwirkungen?
>Brauchen Sie Puregon aus hormoneller Sicht überhaupt?
>Wie begründet der Gynäkologe den Einsatz dieses Mittels bei Ihnen?
>Wenn Sie über diese Fragen von Ihrem behandelnden Gynäkologen nicht aufgeklärt worden sind, dann können Sie gerne nochmal – ich glaube, es heißt - „posten“. Ich werde dann schnellstmöglich antworten und meine Überlegungen dazu mitteilen.
>Den geplanten Besuch beim Immunologen betreffend: Das ist gar nicht schlecht, auch hier Diagnostik zu betreiben. Aber selbst wenn diese negativ ausfällt: denken Sie bitte auch daran, mittels Gentest (www.labovital.de) eine Gluten-Intoleranz (www.gluten-intoleranz.de) auszuschließen oder zu bestätigen.
>Den Mönchspfeffer betreffend: Nehmen Sie ein Mönchspfefferpräparat ruhig gleichzeitig zu den anderen Methoden. Sie werden einen möglichen positiven Effekt nicht unbedingt „spüren“. Dem Mönchspfeffer könnte eine Teilursache für eine erfolgreiche Schwangerschaft zugesprochen werden, wenn es dazu kommt. Ich hoffe es für Sie. Die Wirkungsweise von Mönchspfeffer ist vielen nicht bekannt. Ich will sie kurz erläutern: Wenn eine Frau ein Kind bekommen hat, dann sorgt eine verstärkte Ausschüttung von Prolaktin aus der Hypophyse dafür, dass die Frau auch stillen kann. Pro = für und Lakt = Milch. Gleichzeitig bremst das Prolaktin aber die Gelbkörperaktivität im Eierstock, es verhindert einige Monate lang weitere Eisprünge. Das ist sehr sinnvoll, denn eine Frau, die ihre physische Kraft auf das Stillen richtet, sollte nicht gleich mit dem nächsten Kind belastet sein. Das hat die Natur sehr klug eingerichtet. Mönchspfeffer hat nun die Eigenschaft, das Prolaktin zu hemmen. Somit kommt es durch Mönchspfeffer zu einer "Hemmung der Hemmung der Gelbkörperaktivität". Also hat Mönchspfeffer eine "progesteronerge" = Progesteron fördernde Wirkung.
>Noch etwas zu Ihrer persönlichen Situation: Kann es sein, dass Sie ein bischen zuviel hadern? Sie schreiben oft „leider“ und „schade“ und „alleingelassen werden“ und „wertvolle Zeit verstrichen“. Ich meine, Sie haben ein Recht zu hadern und traurig zu sein. Und ich hoffe, es hilft Ihnen bei der Verarbeitung Ihrer zur Zeit nicht leichten Situation weiter, wenn Sie Ihren Frust mal rauslassen. Aber: wissen Sie, was „Patient“ auf deutsch heißt? Es kommt aus dem Lateinischen und heißt wörtlich übersetzt: „Geduldiger“ oder „Geduldige“. Ein Problem ist sicherlich der sehr spät aufgetretene Kinderwunsch. Ich hoffe, Sie und Ihr Mann schaffen es, ohne Zwang und Krampf an Behandlungen heranzugehen. Nehmen Sie es doch einfach so, wie es kommt. Wie es kommt, so sollte es eben auch sein. Vielleicht können Sie sich ja die Gelassenheit geben, es in die Hände der weisen Mutter Natur zu geben oder, wenn sie ein religiöser Mensch sind, in die Hände Gottes.
>Für heute dann mal herzliche Grüße aus Viernheim
>Manfred van Treek



7955 Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Manfred van Treek 22. März 2009 23:26:357953

Sehr geehrte Frau Simone ....

Danke für Ihre erneute Antwort.
Ich selber habe keine Erfahrung in der Behandlung von Infertilität durch Beeinflussung der Blutgerinnung in die Richtung, dass die Stärke der Gerinnungsfähigkeit herabgesetzt wird. Es ist sicherlich ein beachtenswerter Therapieansatz. Arbeitet denn das Gerinnungsinstitut, wo Sie sich haben untersuchen lassen, mit Gynäkolgen zusammen? Oder wird das Gerinnungslabor von einer gynäkologischen Praxis betrieben? Sie können in jedem Falle dort nachfragen, welche Erfahrungen man dort hat. Desweiteren scheint mir Ihre Gerinnung aber gar nicht so außergewöhnlich außerhalb der Norm zu sein, wobei das Ergebnis von Protein S noch nicht vorliegt. Sie geben folgende Werte an:

Plättchenreaktivitätsindex: 0,84 (< 1,2)
Plasmaviskosität: 1,38 mPas (1,14-1,34)
HKT: 43,4 % (M:42-50, F:36-45)
Erythrozytenaggregation: 12,2 ( 8-21)
Thrombozyten: 339 / (L 150-400x1000)
Sonstiger Gerinnungsstatus unauffällig ( Protein S folgt)

Der Plättchenreaktivitätsindex ist normal (< 1,2).
Die Plasmaviskosität ist minimal erhöht; mit Viskosität ist die Zähflüssigkeit eines Stoffes gemeint, Honig z.B. ist visköser als Wasser.
Der Hämatokritwert (HKT) ist bei Ihnen mit 43,4 % normal, wenn auch im oberen Drittel des Normbereiches.
Die Aggregationsrate der Erythrozyten ist normal. Erythrozyten = rote Blutkörperchen.
Die Thrombozyten sind auch normal, wenn auch im oberen Drittel. Thrombozyten = Blutplättchen.

Sie schreiben, dass Eisen - Ferritin eher erhöht sei. Wie sind denn die Werte und die Normwerte des betreffenden Labors? Wurden sie bestimmt? Aus Hämatokrit und Plasmaviskosität, also aus „zu dickem Blut“ kann man noch keine Rückschlüsse auf das Ferritin machen. Die Aussage Ihrer Ärzte zu Selen im Zusammenhang mit zuviel Eisen bzw. „zu dickem Blut“ hatte mich jetzt etwas verunsichert. Deswegen habe ich gerade nochmal im „Handbuch für orthomolekulare Medizin“ von Dietl/Ohlenschläger aus dem Haug-Verlag, 2. Auflage, 1998 nachgeschaut. Da ist nicht die Rede davon, dass Selen einen erhöhten Eisenspiegel noch stärker erhöht oder „dickes Blut“ noch dicker macht. Bitte fragen Sie ihre Ärzte, woher sie die Information haben und ob es Untersuchungen darüber gibt. Ich bin durchaus lernbereit und nehme gerne Fakten an, die ich noch nicht kenne.
Sollten bei Ihnen aber wirklich die drei Faktoren zusammen kommen: erhöhtes Ferritin, erhöhte Blutgerinnungsneigung, erhöhte Plasmaviskosität, dann könnte diese Situation aus Sicht der klassischen ausleitenden Verfahren ganz altmodisch mit Aderlässen behandelt werden. Wie das geht, können Sie auf meiner Webseite www.praxisvantreek.de anschauen. Aber dann müsste ganz sicher sein, dass Sie ein „blutfülliger“ Typus sind, d.h. Neigung zu roter Haut, bes. rotem Kopf, evtl. Neigung zu Bluthochdruck eher als zu zu niedrigem Blutdruck.
Bei Hashimoto-Thyreoiditis können Entzündungswerte auf Dauer erhöht sein, denn es handelt sich ja um eine chronische Entzündung, eine Autoimmun-Entzündung der Schilddrüse. Meistens bemerken die Betroffenen (mehr als 90 % der Hashimoto-Patienten sind Frauen) die Entzündung der Schilddrüse gar nicht, sie ist in der Regel schmerzlos.
Die Nebenwirkungen der Puregon-Injektionen können sehr problematisch werden. Es handelt sich bei dem Wirkstoff um eine gentechnisch hergestellte Kopie von follikelstimulierendem Hormon. Es kann zu einem sogenannten Hyperstimulationssyndrom kommen, und das ist nicht ungefährlich.
Auf folgendem Link können Sie Infos über das Verfahren bekommen:
http://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/Puregon/000396de1.pdf
...
Ihre Angabe zu Ihrer Laktoseintoleranz ist noch von Wichtigkeit. Laktose- und Glutenunverträglichkeit treten gehäuft gemeinsam bei einem Menschen auf.
...
Mit Ihrem jüngsten Beitrag legen Sie dar, dass Sie nicht bereit sind, allen Empfehlungen der „Fruchbarkeitsspezialisten“ kritiklos zu folgen, und das finde ich gut. Sie schreiben völlig richtig, dass das Problem im Festhalten der Schwangerschaft besteht und nicht etwa darin, dass eine Schwangerschaft gar nicht eintreten könnte. Darin liegt übrigens der begriffliche Unterschied zwischen Sterilität und Infertilität. Bei der Sterilität kommt es gar nicht zu einer Schwangerschaft, bei der Infertilität kann eine eingetretene Schwangerschaft nicht ausgetragen werden.
Mich würden nun die konkreten Werte für Ferritin, Eisen und Hämoglobin interessieren.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred van Treek



7956 Mehrere Probleme bei Kinderwunsch - Simone 23. März 2009 12:08:007955

Lieber Herr van Treek,

ich danke Ihnen für Ihre Antwort.
Ja, der Frauenarzt (bin in einer Kinderwunschpraxis Patientin) hat mich auf meinen Wunsch hin zum Gerinnungslabor geschickt. Dieses ist u.a. spezialisiert auf Problemschwangerschaften und schafft es nach eigener Aussage bei 90% der Frauen mit vorheriger Fehlgeburtrate eine Schwangerschaft durchhalten zu können mit Spritzen von Heparin.
Wenn ich das vorher gewußt hätte, wäre vielleicht alles anders gekommen.
Die Blutwerte, die ich angegeben hatte, waren alle, die ich momentan habe.
Es wird aber eine große Gerinnungsdiagnostik gemacht, die länger dauert und diese Werte bekomme ich dann in Briefform mitgeteilt und würde sie dann auch gern Ihnen mitteilen.
Da die Untersuchungen in verschiedenen Laboren gemacht werden, kann es 2-3 Wochen dauern, bis sie vorliegen.
Ich gehe aber davon aus, daß der u.a. Ferritinwert auch dabei sein wird, ich hatte extra vorher danach gefragt und er soll dabei sein.
Sie haben recht, ich habe tatsächlich einen zu hohen Blutdruck und das schon seit Jahren.
Ich habe oft einen roten Kopf und rote Flecken am Hals.
Sicher eine weitere Erschwernis eine Schwangerschaft halten zu können.
Während meiner vorletzten Schwangerschaft hatte ich schon zu hohen Blutdruck und der Betablocker wurde auf 100mg täglich heraufgesetzt (vorher 50), schon die Höchstdosis,die in einer Schwangerschaft erlaubt ist (Belok Zok).
Belok Zok kann Wachstumsstörungen beim Kind hervorrufen, die sich aber wieder auswachsen sollen (es klingt trotzdem nicht gut).
Leider hat es dann auch nichts mehr genutzt, ob es daran lag oder woanders die Gründe liegen, weiß keiner.
In meiner 2.Schwangerschaftt wurde der Blutdruck nicht ein einziges Mal gemessen,
obwohl bekannt ist, daß ich zu hohen Blutdruck habe.
Ich habe zuhause gemessen und er war wieder viel zu hoch.
Nach einer 24-h-Blutdruckmessung (nach der erneuten Fehlgeburt) wurde festgestellt, daß ich nachts den Blutdruck habe, den „normale“ Menschen tagsüber haben.
Ich bat darum, auf Presinol umgestellt zu werden, wohl der einzige Blutdrucksenker, der unbedenklich in einer Schwangerschaft und sehr lang erprobt ist.
Diesen nehme ich nun seit 5 Tagen 250mg und konnte bislang keine Änderung feststellen.
Falls diese Dosis morgens nicht anschlägt, soll ich abends nochmals 250 mg nehmen.
Da ich aber nicht weiß, ob dieses Medikament schnell oder langsam anschlägt (habe auch keine Auskunft darüber bekommen können, weil der Arzt wenig Erfahrungen damit hat),
wollte ich es aber nicht damit überstürzen.
Ich weiß nur, daß ich den Blutdruck irgendwie herunterbekommen muß.
Es sind so viele Faktoren, die mich ermutigen könnten, aber ich gebe trotzdem noch nicht auf.
Vielleicht haben Sie einen Rat wegen dem zu hohem Blutdruck?
Ich bin schon dabei abzunehmen, ich wiege 85 kg bei 170 cm, das ist zuviel.
Letztes Jahr waren es fast 10 kg mehr.
Vielen Dank für den Link über Puregon, ich bin wenig begeistert und würde es sehr gern vermeiden.
Ich habe erfahren, daß es in meiner Verwandtschaft Frauen gibt, die nach mehreren Fehlgeburten auch noch ein gesundes Kind bekommen haben, auch über 40 und das in den 80er Jahren.
Es gibt also finde ich durchaus noch Grund hoffen zu können.
Ich möchte gern die Voraussetzungen, die in meiner Macht liegen, schaffen und wenn es dann nicht klappt, habe ich es wenigstens versucht, möglichst ohne Chemie.

Beste Grüße
Simone



7946 NAchtrag Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Simone 23. Februar 2009 18:24:367945

habe ich vergessen: ... ich habe einen eher kurzen Zyklus von 25-26 Tagen und die 2. Zyklushälfte ist immer unter 14 Tage lang.



7942 Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus - Karin Türck 08. Februar 2009 20:00:327941

Hallo Simone,
tut mir echt leid, daß es Ihnen derzeit gar nicht gut geht. Positiv für mich ist, daß Sie schwanger werden können, (Leider endete die SS in einer FG.) Die Zyklusprobleme, die Sie jetzt beobachten, kommen durch die Hormone. Sie sollten zum behandelnden Arzt gehen und auf eine Lösung und Erklärung bestehen.
Alternaativ habe ich folgenden Vorschlag: Sie lernen Ihren persönliche Zyklusablauf ohne Hormone kennen. Kaufen Sie sich das Lehrbuch Natürliche Empfängnisregelung, Prof.Dr.med.Josef Rötzer, Herder Verlag. Kopieren und vergrößern Sie die Tabellen aus dem Buch (ganz hinten) oder holen sie sich diese aus dem Internet unter www.perle-ev.de. Lesen Sie zunächst nur die rot markierten Seiten und beginnen Sie mit den Eintragungen in die Tabelle wie im Buch beschrieben. Wenn Sie Fragen haben, senden Sie Ihre Tabelle per Fax (07351-421304)oder die Kopie per Post an mich:Göserweg 28, 88400 Biberach. Wir verabreden uns telefonisch und ich begleite Sie so lange, wie Sie wünschen und bis Sie sich auskennen. Sollten Sie dann immer noch eine Hormonbehandlung benötigen, kann diese ganz individuell und zyklusgerecht erfolgen. In der Hormon Ambulanz der Universität Heidelberg z.B. wird bei der behandelnden Ärztin dort vorzugsweise so gearbeitet. Ich freue mich wirklich über einen Anruf, da sich die Dinge mündlich schneller und effektiver klären lassen als schriftlich.
HerzlGrüße, Karin Türck