GesamtThread Anläufe zum ES


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7959 Anläufe zum ES - Olivia 21. August 2009 10:22:41

Hallo zusammen.
Habe hier schon etwas rumgestöbert und gelesen, dass frau sich nicht gleich verrückt machen sollte, wenn der ES mehrere Anläufe braucht und damit der Zyklus länger wird :-) Allerdings ist das mit den langen Zyklen bei mir kein Ausnahmezustand mehr, sondern seit ca. einem Jahr leider die Regel: ...,69, 70, 48, heute bin ich an ZT 61. War in der Zeit aber weder krank, noch hatte ich nennhaften Stress. Dies ist mein 2. Zyklus, bei dem ich Temperatur messe & Zervixschleim beobachte, da wir uns ein Baby wünschen. Die Pille habe ich bereits vor 3.5 Jahren abgesetzt und auch nur 1.5 Jahre lang genommen (Yasmin). Latente Schilddrüsenunterfunktion ist bekannt, aber mit einem TSH-Wert von 0.64 uU/ml gut eingestellt, Prolaktin wurde seit Januar 07 nicht mehr gemessen, war bisher aber nicht erhöht (letzter Wert: 6.7), bin 28 Jahre alt. Mein aktuelles Blatt findet sich hier: http://forums.ovusoft.com/chart.asp?id=olivia81.
Einen ersten Anlauf hatte ich wohl um den 20. ZT, da ging auch die Tempi erst mal etwas nach oben (die SOftware markierte dort zuerst auch den ES, aber nach Abfall der Temperatur nahm sie ihn korrekterweise wieder raus). Habe hier gelesen, dass
"die Temperatur kann ansteigen, ohne dass der Follikel platzt. Der Follikel mit der Eizelle drinnen wird dann in den Gelbkörper umgewandelt. Dieser Gelbkörper ist fürs Progesteron zuständig, und dann schaut die Temperaturkurve genauso aus wie bei einer Eisprung-Kurve."
Nun meine Frage: würde es dann nach dieser Hochlage zu einer Blutung kommen wie in einem ovulatorischen Zyklus? Beim LUF-Phänomen müsste ein LH-Test zuvor positiv ausgefallen sein, oder!? Mache auch LH-Tests (Empfindlichkeit: 40er) und hatte am 19.ZT erstmals eine 2. Linie, aber eine recht schwache (also nicht als positiv zu werten!). Am 45.ZT hatte ich wieder eine 2. (schwache) Linie auf dem LH-Test und am 53. ZT wieder (etwas stärker als sonst). Ich vermute, dass es bisher zu drei Anläufen für den ES kam, aber am 53. ZT hatte ich super spinnbaren ZS :-) so spinnbar war der an den ZTagen 19 & 45 nicht. Aber meine Temperatur verhält sich nicht so, als hätte ES stattgefunden :-(Könnt ihr meine Vermutung bestätigen?
Wenn der Zervixschleim sich verflüssigt und spinnbar wird, liegt das doch am steigenden Östro-Spiegel!? Kann es aber dann vorkommen, dass der Östro-Spiegel die Schwelle nicht erreicht, um den LH-Peak und dann den ES auszulösen? Da ich im vorangegangenen Zyklus ebenfalls mehrere Anläufe zu sehen glaubte, begann ich im aktuellen Zyklus mit Himbeerblättertee & Cuprum Metallicum, allerdings nur bis ZT 24, da ich ja zuerst dachte, einen ES gehabt zu haben. Seit dem 25.ZT nehme ich nun Frauenmantel Urtinktur, auch heute noch.
Auf einer Sprechstundenseite (qualimedic) habe ich bereits meine Zyklusprobleme dargelegt, und bekam als Antwort, ich hätte wohl eine Eizellreifungsstörung & folglich eine Gelbkörperschwäche (da durch die lange Reifungszeit die Eizelle von sehr schlechter Qualität wäre, was einen schlechten Gelbkörper nach sich ziehe). Habe jedoch schon einige Kurven gesehen mit Eisprüngen nach dem 60. ZT, die in einer Schwangerschaft endeten...
Jedenfalls solle ich einen Hormonstatus machen lassen & würde wohl von einer Stimulationsbahndlung profitieren. Stimulationsbehandlung klingt für mich nach Clomifen o.ä. - ich möchte aber nicht gleich so harte Geschütze auffahren, denn mit Hormonen (Pille!) habe ich auch schlechte Erfahrungen gemacht. Mönchspfeffer wurde mir von manchen auch schon empfohlen, da ich aber weder PMS, noch Schmier/Zwischenblutungen & keinen erhöhten Prolaktinwert habe, halte ich es nicht für das richtige Präparat... Last but not least kann ich wegen meiner Bienengift-Allergie auch kein Ovaria Comp nehmen..
Was ratet ihr mir??

LG Olivia



7960 Antwort: Anläufe zum ES - Sigrun 21. August 2009 14:17:507959

Liebe Olivia,

super, dass du schon Zyklusaufzeichnungen machst. Leider blicke ich bei dem Anbieger, bei dem Du deine Aufzeichnungen machst, nicht wann du was für Zervixschleim beobachten konntest. Kannst du mir da etwas nachhelfen?

Zu Deinen Fragen: wenn beim Eisprung das Ei im Follikel hängen bleibt, dann verhält der Zyklus sich total normal. Ca. 12-14 Tage nach dem Eisprung setzt in der Regel die Blutung ein. Der LH Test ist beim LUV sicher positiv, da es ja tatsächlich zu einem Eisprung gekommen ist.

Zu deinen anderen Fragen später mehr.

Grüße,
Sigrun



7961 Antwort: Anläufe zum ES - Olivia81 21. August 2009 18:14:537960

>Liebe Olivia,
>super, dass du schon Zyklusaufzeichnungen machst. Leider blicke ich bei dem Anbieger, bei dem Du deine Aufzeichnungen machst, nicht wann du was für Zervixschleim beobachten konntest. Kannst du mir da etwas nachhelfen?
>Zu Deinen Fragen: wenn beim Eisprung das Ei im Follikel hängen bleibt, dann verhält der Zyklus sich total normal. Ca. 12-14 Tage nach dem Eisprung setzt in der Regel die Blutung ein. Der LH Test ist beim LUV sicher positiv, da es ja tatsächlich zu einem Eisprung gekommen ist.
>Zu deinen anderen Fragen später mehr.
>Grüße,
>Sigrun

Hey Sigrun, dass man hier so schnell Antwort bekommt *WOW*
Kleine Hilfestellung:
1. Zeile "Cervical fluid" (Zervixschleim-Konsistenz): leeres Kästchen steht für "nicht aufgezeichnet", minimale Befüllung für "trocken/nichts" (das habe ich nie verwendet), nächste Stufe "klebrig/krümelig/gummiartig", nächste Stufe "trüb/milchig/lotionsartig" und schließlich voll ausgefülltes Kästchen für "klar/wässrig/wie rohes Eiweiß".
Zeile "Vaginal Sensation" (Vag. Empfinden): leeres Kästchen steht für "nicht aufgezeichnet", "-" steht für "trocken/nichts", "s" steht für "klebrig", "w" steht für "feucht", "l" steht für "glitschig/ölig/schlüpfrig/rutschig".
In beiden Zeilen kann auch das "?" auftauchen - das bedeutet, dass Samen zu sehen/ fühlen war.
In der Zeile "Fertile Phase & Peak Day" markiert die Software die beste Qualität des ZS, nämlich die Kombination "volles Kästchen" & "l", d.h. ZS wie rohes Eiweiß mit schlüpfrigem Gefühl am Scheideneingang. ES wird ermittelt anhand von Temperatur & ZS. Irgendwie fließt da (glaube ich) noch mit ein, ob nach dem Eisprung eine Austrocknung des ZS erfolgte. Soweit ich informiert bin, ist das ein weiteres Indiz für einen stattgefundenen Eisprung.
Hoffe, Du konntest meinen Ausführungen folgen :-)
VG Olivia



7962 Antwort: Anläufe zum ES - Sigrun 21. August 2009 19:25:447961

Hallo Olivia,
Vielen Dank für die kleine Nachhilfe! Unsere Tabellen sehen etwas anders aus, aber das ist eher unwichtig.

Wichtig ist, dass es keinen Beweis für eine stattgefundene Ovulation gibt. (außer dass das Ei bei einer OP gefunden wird, oder dass eine Schwangerschaft eingetreten ist). Zervixschleim ist ein Zeichen für erhöhte Östrogentätigkeit, die natürlich zum Eisprung ohne Frage notwendig ist, und die due am Zervixschleim erkennen kannst. Du hast davon übrigens über einen längeren Zeitraum ungewöhnlich viel. Ist das im vergangenen Zyklus auch so gewesen? Wenn das so anhält würde ich in jedem Fall dazu raten, das gynäkologisch abklären zu lassen. Da kann z.B. eine Zyste, die östrogene produziert schuld sein. Das kann dann die eigentliche Eireifung auch unterbinden. Vielleicht hat es aber auch ganz andere Ursachen. Hast du viel Stress? Die Einnahme von Magnesium könnte sich auch positiv auf die sehr lange Schleimphase auswirken. Auch die Einnahme von Agnolyt - über einen längeren Zeitraum (Monate) - kann zur Zyklusregulierung beitragen. Das alles würde ich aber wie gesagt erst nach medizinischer Abklärung ausprobieren.

Deine genaueren medizinischen Fragen habe ich an unseren Arzt weitergegeben. Wenn er nicht gerade im Urlaub ist, wird er sicher auch antworten.

Liebe Grüße,
Sigrun



7963 Antwort: Anläufe zum ES - Olivia 22. August 2009 09:54:467962

>Hallo Olivia,
>Vielen Dank für die kleine Nachhilfe! Unsere Tabellen sehen etwas anders aus, aber das ist eher unwichtig.
>Wichtig ist, dass es keinen Beweis für eine stattgefundene Ovulation gibt. (außer dass das Ei bei einer OP gefunden wird, oder dass eine Schwangerschaft eingetreten ist). Zervixschleim ist ein Zeichen für erhöhte Östrogentätigkeit, die natürlich zum Eisprung ohne Frage notwendig ist, und die due am Zervixschleim erkennen kannst. Du hast davon übrigens über einen längeren Zeitraum ungewöhnlich viel. Ist das im vergangenen Zyklus auch so gewesen?
Ich meine, dass das bei mir schon eh und je so ist...aber ich bin auch nicht immer sicher, ob es jetzt ZS ist oder nur Scheidensekret. An meinen Muttermund komme ich mit den Fingern nicht ran (hab auch eher kleine Hände :-)) Versuche immer so weit wie möglich ran zu kommen und beurteile dann das, was ich am FInger habe. Sicher bin ich mir mit dem ZS dann, wenn etwas am Klopapier hängt, bspw. nach Stuhlgang :-) Ganz trocken ist die Vagina ja nie. Ab und zu habe ich auch etwas in der Slipeinlage, aber das kann man ja nicht mehr zunordnen, da es meist schon eingetrocknet ist. Auf winnirixi.de gibt es einige Frauen, die ein cremiges ZS-Muster den ganzen Zyklus haben, hier z.B. eine erfolgreiche Kurve: http://kiwu.winnirixi.de/sk-mumu-zs/2222.jpg
Wenn das so anhält würde ich in jedem Fall dazu raten, das gynäkologisch abklären zu lassen. Da kann z.B. eine Zyste, die östrogene produziert schuld sein. Das kann dann die eigentliche Eireifung auch unterbinden.
Wenn das mit Zyste so wäre, müsste dann nicht mein Östrogenspiegel höher sein? Ich teste diesen Zyklus auch mit Persona-Stäbchen, bei denen ja die eine Linie die Östrogen-Linie ist. Diese ist umso heller, je mehr Östrogen im Urin enthalten ist. Bei mir ist diese Linie aber nie hell. Dachte daher schon, dass ich evtl. einen Östrogenmangel habe.
Mein Gynäkologe hat mir bisher immer einen absolut unauffälligen Befund ausgestellt, und daher nie weitere Untersuchungen veranlasst. Hatte schon angerufen wegen eines Termins, aber erst am 10.9. einen bekommen, da er jetzt 2 Wochen in Urlaub geht.

Vielleicht hat es aber auch ganz andere Ursachen. Hast du viel Stress?
Stress hab ich gar nicht. 2008 war mein letztes Semester an der Hochschule und mit Prüfungen & Diplomarbeit auch recht stressig. Aber während des ganzen Zeitraumes kam meine Regel relativ regelmäßig mit 30-34 Tagen. Da ich damals noch keine Beobachtungen (außer der Zykluslänge) gemacht habe, weiß ich natürlich nciht, ob es zu Eisprüngen und ggf. GKS kam. Nun habe ich schon ernsthaft daran gedacht, dass ich vielleicht zu wenig STress habe:-) Oder meinst Du, dass das die Nachwirkungen sein könnten?
Nimmt denn der ZS durch STress zu????

Die Einnahme von Magnesium könnte sich auch positiv auf die sehr lange Schleimphase auswirken.
Was meinst Du mit "positiv"? - weniger Schleim?? Habe seit Jahren einen nachgewiesenen chronischen Mangel an diesem Mineralstoff und führe ihn regelmäßig von außen zu. Allerdings ist es so, dass auch die Magnesium-Infusionen, die ich hin und wieder bekomme, keine 2 Wochen halten. Der Spiegel war innerhalb von 13 Tagen wieder ein ganzes Stück unterhalb der Norm... Auch die Einnahme von Agnolyt - über einen längeren Zeitraum (Monate) - kann zur Zyklusregulierung beitragen.
Agnolyt enthält aber Mönchspfeffer, was ich aus o.g. Gründen (noch) nicht einnehmen möchte...
Das alles würde ich aber wie gesagt erst nach medizinischer Abklärung ausprobieren.
>Deine genaueren medizinischen Fragen habe ich an unseren Arzt weitergegeben. Wenn er nicht gerade im Urlaub ist, wird er sicher auch antworten.
Danke, das ist lieb von Dir!
LG
Olivia



7964 Antwort: Anläufe zum ES - Sigrun 22. August 2009 21:10:007963

Hallo Olivia,

nach dem, was du sagst, glaube ich nicht mehr, dass es sich immer um Zervixschleim bei Dir handelt. Ich würde Dir auch raten, erst mal nur äußerlich Schleim zu beobachten. Äußerlich hast du ja scheinbar keine Probleme damit. Wenn du äußerlich nix siehst, dann "nichts gesehen, nichts gespürt" aufschreiben. Dann kannst du wahrscheinlich die "echten Zervixschleimphasen" besser herausfinden.

Stress ist ein Magnesiumräuber, und Stress sowie Krankheit und ander äußere Einflüsse können dazu führen, dass eine angefangene Follikereifungsphase unterbrochen wird. Dann kommt es nicht zum Eisprung und in einer 2. Phase fängt erneut ein Eibläschen an zu wachsen. Dieses Phänomen kann unter anderem zu langen Zyklen führen. Aber du hattest ja, so wie ich verstehe, schon mal kürzere Zyklen. Die Frage ist jetzt natürlich, warum du jetzt so lange Zyklen hast. Die Frage ist auch, ob du vor der Blutung wirklich eine ausgebildete Temperaturhochlage hattest. Konntest du das im letzten Zyklus erkennen?

Kennst du das Buch "Natürliche Empfängnisregelung" von Dr. Rötzer (Herder Verlag)? Dort findest du auf viele Dinge eine nähere Erklärung.

Liebe Grüße,
Sigrun



7965 Antwort: Anläufe zum ES - Olivia 24. August 2009 08:47:447964

Hallo Sigrun,
danke für Deine Antwort!
Habe noch Fragen zur ZS-Beobachtung: wenn ich über den Scheideneingang fahre und habe etwas Durchsichtiges mit weißen Schlieren am Finger (hoffe, Du kannst Dir das so etwa vorstellen), kann ich dann davon ausgehen, dass es sich ZS handelt? Oder anders gefragt: kann Scheidensekret überhaupt milchig bis gelblich sein?
Es gibt ja auch Frauen, die auf das nach ES ausgeschüttete Progesteron nicht mit einer Temperatur-Erhöhung reagieren. Kann das auch von Zyklus zu Zyklus verschieden sein?
Diese Magnesium-Resorptions-Störung besteht bei mir übrigens schon jahrelang - also auch in der Zeit als ich noch regelmäßige Zyklen hatte. Es gab sogar mal eine Zeit, in der ich die Uhr danach stellen konnte: 29 Tage konstant. Davon träume ich natürlich heute :-)
Das Buch kenne ich nicht, habe aber allgemein schon sehr viel über NER/NFP gelesen. Beispielsweise das Buch von Toni Weschler "Taking Charge Of Your Fertility" oder "Babyprojekt" von Dr. Leonora Schwarz. Letztere Autorin half mir auch schon mit der Interpretation meines Zyklusblattes. Im letzten Zyklus war es so, dass ich einen fett positiven LH-Test hatte (allerdings erst am 43. ZT) und danach 5 Tage Hochlage (Sprung von 0.5°), dann einen Tempi-Absturz von 0.6° & Einsetzen der Blutung. Nach diesem Tag ging es wieder 7 Tage in die ursprüngliche Hochlage (auch die Blutung hielt an). Sie meinte, dass das eine Östrogen-Durchbruchblutung war, und die Hochlage danach vom restlichen Progesteron erzeugt wurde. Dass die Gebärmutterschleimhaut sich nicht mehr halten konnte (durch die lange Zeit des Aufbaus) schließt sie eher aus, da die Blutung normale Stärke hatte, keine Gewebeklumpen enthielt oder dunkel war.

LG Olivia

>Hallo Olivia,
>nach dem, was du sagst, glaube ich nicht mehr, dass es sich immer um Zervixschleim bei Dir handelt. Ich würde Dir auch raten, erst mal nur äußerlich Schleim zu beobachten. Äußerlich hast du ja scheinbar keine Probleme damit. Wenn du äußerlich nix siehst, dann "nichts gesehen, nichts gespürt" aufschreiben. Dann kannst du wahrscheinlich die "echten Zervixschleimphasen" besser herausfinden.
>Stress ist ein Magnesiumräuber, und Stress sowie Krankheit und ander äußere Einflüsse können dazu führen, dass eine angefangene Follikereifungsphase unterbrochen wird. Dann kommt es nicht zum Eisprung und in einer 2. Phase fängt erneut ein Eibläschen an zu wachsen. Dieses Phänomen kann unter anderem zu langen Zyklen führen. Aber du hattest ja, so wie ich verstehe, schon mal kürzere Zyklen. Die Frage ist jetzt natürlich, warum du jetzt so lange Zyklen hast. Die Frage ist auch, ob du vor der Blutung wirklich eine ausgebildete Temperaturhochlage hattest. Konntest du das im letzten Zyklus erkennen?
>Kennst du das Buch "Natürliche Empfängnisregelung" von Dr. Rötzer (Herder Verlag)? Dort findest du auf viele Dinge eine nähere Erklärung.
>Liebe Grüße,
>Sigrun



7966 Antwort: Anläufe zum ES - Christine 25. August 2009 14:28:207965

Hallo Olivia,
Sigrun muss ein paar Tage beruflich nach England und hat mich gebeten, dich weiter zu "betreuen". Nachdem ich mich durch alle postings durchgearbeitet habe und mir auch deinen Zyklus in unser Formular übertragen habe, kann ich dir noch ein paar Tipps geben.
Erst mal zu deiner Info: ich stimme mit dem überein, was Sigrun dir geraten hat. Also keine Angst, dass du nun nochmals eine neue Meinung hören wirst.

>Habe noch Fragen zur ZS-Beobachtung: wenn ich über den Scheideneingang fahre und habe etwas Durchsichtiges mit weißen Schlieren am Finger (hoffe, Du kannst Dir das so etwa vorstellen), kann ich dann davon ausgehen, dass es sich ZS handelt? Oder anders gefragt: kann Scheidensekret überhaupt milchig bis gelblich sein?
Das ist ZS! In dem von Sigrun angeführten Buch: Natürliche Empfängnisregelung von Dr. J. Rötzer, wird auf S. 73 eine "Glas-Wasser-Probe" zur Unterscheidung von ZS und Ausfluss beschrieben. Aber von deinen Aufzeichnungen her würde ich sagen, du kannst das ganz gut einordnen.

>Es gibt ja auch Frauen, die auf das nach ES ausgeschüttete Progesteron nicht mit einer Temperatur-Erhöhung reagieren. Kann das auch von Zyklus zu Zyklus verschieden sein?
Es gibt nur einen verzögerten Temperaturanstieg, dass überhaupt nicht mit Anstieg der Temperatur reagiert wird, ist mir nicht bekannt. Da wir keine Maschinen sind, kann sich jeder Zyklus etwas anders gestalten. Aber mit ein bisschen Erfahrung kann jede Frau ihre üblichen Schwankungen kennenlernen.

>Diese Magnesium-Resorptions-Störung besteht bei mir übrigens schon jahrelang - also auch in der Zeit als ich noch regelmäßige Zyklen hatte. Es gab sogar mal eine Zeit, in der ich die Uhr danach stellen konnte: 29 Tage konstant. Davon träume ich natürlich heute :-)
Bei langen Schleimphasen tippen wir immer erst auf Magnesiummangel. Wenn du aber auch schon "normal" lange Zyklen mit Mg -Mangel hattest, dann kommen die jetzigen Schleimphasen doch von etwas anderem. Ich tendiere auch zu dem Verdacht einer Zyste, aber das lässt du ja abklären.

>Das Buch kenne ich nicht, habe aber allgemein schon sehr viel über NER/NFP gelesen. Beispielsweise das Buch von Toni Weschler "Taking Charge Of Your Fertility" oder "Babyprojekt" von Dr. Leonora Schwarz. Letztere Autorin half mir auch schon mit der Interpretation meines Zyklusblattes. Im letzten Zyklus war es so, dass ich einen fett positiven LH-Test hatte (allerdings erst am 43. ZT) und danach 5 Tage Hochlage (Sprung von 0.5°), dann einen Tempi-Absturz von 0.6° & Einsetzen der Blutung. Nach diesem Tag ging es wieder 7 Tage in die ursprüngliche Hochlage (auch die Blutung hielt an).
Ist das die Blutung, die auf deinem Zyklusblatt notiert ist? Das ist bei vielen Frauen üblich, dass die Temperatur während der Blutung absinkt. Deine übliche Hochlage müsste bei ca. 37,2°C liegen? Mit einer 5 Tage Hochlage war das ein vollständiger Zyklus egal wie lang er war, aber für eine Einnistung war die Hochlage zu kurz.

LG Christine



7967 Antwort: Anläufe zum ES - Olivia 25. August 2009 14:54:537966

Hi Christine,
danke dass Du meinen Fall "übernommen" hast.
Die "Wasserprobe" mit ZS und Scheidensekret kenne ich, allerdings mache ich den Test nicht immer. Gerade wenn ich unterwegs bin und merke, da unten läuft was :-)
Hier ist z.B. eine Kurve einer Frau, die nicht mit Temnpi-Erhöhung reagierte: http://kiwu.winnirixi.de/ut/4041.png
Gesetz den Fall, es handelt sich um eine Zyste, wie wird das behandelt? (hatte so was bisher zum Glück nie)
Im letzten Zyklus war die CL auf 36.4.. Der Sprung war von 36.3 auf 36.8 und pendelte dann zwischen 36.7 und 36.9, dann kam der besagte Absturz für einen Tag, dann wieder Anstieg im neuen Zyklus, den Du gesehen hast. Ja, die Blutung ist es...
Leider ist das erst der 2. Beobachtungszyklus, so kann ich über frühere Hochlagen nichts aussagen.

LG Olivia

>Hallo Olivia,
>Sigrun muss ein paar Tage beruflich nach England und hat mich gebeten, dich weiter zu "betreuen". Nachdem ich mich durch alle postings durchgearbeitet habe und mir auch deinen Zyklus in unser Formular übertragen habe, kann ich dir noch ein paar Tipps geben.
>Erst mal zu deiner Info: ich stimme mit dem überein, was Sigrun dir geraten hat. Also keine Angst, dass du nun nochmals eine neue Meinung hören wirst.

>>Habe noch Fragen zur ZS-Beobachtung: wenn ich über den Scheideneingang fahre und habe etwas Durchsichtiges mit weißen Schlieren am Finger (hoffe, Du kannst Dir das so etwa vorstellen), kann ich dann davon ausgehen, dass es sich ZS handelt? Oder anders gefragt: kann Scheidensekret überhaupt milchig bis gelblich sein?
>Das ist ZS! In dem von Sigrun angeführten Buch: Natürliche Empfängnisregelung von Dr. J. Rötzer, wird auf S. 73 eine "Glas-Wasser-Probe" zur Unterscheidung von ZS und Ausfluss beschrieben. Aber von deinen Aufzeichnungen her würde ich sagen, du kannst das ganz gut einordnen.
>

>>Es gibt ja auch Frauen, die auf das nach ES ausgeschüttete Progesteron nicht mit einer Temperatur-Erhöhung reagieren. Kann das auch von Zyklus zu Zyklus verschieden sein?
>Es gibt nur einen verzögerten Temperaturanstieg, dass überhaupt nicht mit Anstieg der Temperatur reagiert wird, ist mir nicht bekannt. Da wir keine Maschinen sind, kann sich jeder Zyklus etwas anders gestalten. Aber mit ein bisschen Erfahrung kann jede Frau ihre üblichen Schwankungen kennenlernen.
>>Diese Magnesium-Resorptions-Störung besteht bei mir übrigens schon jahrelang - also auch in der Zeit als ich noch regelmäßige Zyklen hatte. Es gab sogar mal eine Zeit, in der ich die Uhr danach stellen konnte: 29 Tage konstant. Davon träume ich natürlich heute :-)
>Bei langen Schleimphasen tippen wir immer erst auf Magnesiummangel. Wenn du aber auch schon "normal" lange Zyklen mit Mg -Mangel hattest, dann kommen die jetzigen Schleimphasen doch von etwas anderem. Ich tendiere auch zu dem Verdacht einer Zyste, aber das lässt du ja abklären.
>

>>Das Buch kenne ich nicht, habe aber allgemein schon sehr viel über NER/NFP gelesen. Beispielsweise das Buch von Toni Weschler "Taking Charge Of Your Fertility" oder "Babyprojekt" von Dr. Leonora Schwarz. Letztere Autorin half mir auch schon mit der Interpretation meines Zyklusblattes. Im letzten Zyklus war es so, dass ich einen fett positiven LH-Test hatte (allerdings erst am 43. ZT) und danach 5 Tage Hochlage (Sprung von 0.5°), dann einen Tempi-Absturz von 0.6° & Einsetzen der Blutung. Nach diesem Tag ging es wieder 7 Tage in die ursprüngliche Hochlage (auch die Blutung hielt an).
>Ist das die Blutung, die auf deinem Zyklusblatt notiert ist? Das ist bei vielen Frauen üblich, dass die Temperatur während der Blutung absinkt. Deine übliche Hochlage müsste bei ca. 37,2°C liegen? Mit einer 5 Tage Hochlage war das ein vollständiger Zyklus egal wie lang er war, aber für eine Einnistung war die Hochlage zu kurz.
>LG Christine
>



7968 Antwort: Anläufe zum ES - Christine 26. August 2009 00:24:287967

Hallo Olivia,
habe nochmals über deinen Zyklusaufzeichnungen gebrütet...

    Du hast dir eine Software besorgt und die hilft dir beim Auswerten des Zyklus? Wieso ist z.B. am 23.Tag der Wert durchgestrichen? Oder der am 32.Tag?
    Misst du wirklich schon um 5 Uhr morgens? Musst du jeden Tag so früh aufstehen?
    Mit was misst du? Nachdem ich mir den Zyklus auf unserem Formular, bei dem die Kästchen rechteckig sind, doppelt so breit wie hoch, angesehen habe, kam mir die Erinnerung an meine Zyklen, als die Batterie des Thermometers schwach war. Da hat der Thermometer nämlich seine Messungenauigkeit von +/- 0,2°C voll ausgeschöpft und dann wird ein Zyklus leicht unleserlich.

Zu dem anderen Zyklus den du anführst ist zu sagen: es sind drei höhere Messungen über 6 tiefe, die dritte ist nicht 0,2°C höher als die Basislinie, deshalb ist noch eine 4. höhere Messung nötig, die nur noch höher sein muss. Also die Bedingungen für eine Hochlage sind korrekt erfüllt. Wieso dann wieder die nächsten Messungen durchgestrichen sind, verstehe ich wiederum nicht. Aber das ist wirklich eine sehr flache Hochlage und die Temperatur geht auch nach der Einnistung nicht nochmals hoch. Das ist auch untypisch. Aber was solls, dieser Zyklus ist nicht von dir und braucht uns kein Kopfzerbrechen zu bereiten.
Mit deiner Frage nach der Behandlung von einer Zyste musst du dich gedulden bis "unser" Arzt sich aus dem Urlaub zurückgemeldet hat. Ich bin selbst keine Medizinerin und weiß da nicht Bescheid. Es ist aber meines Wissens nichts besonderes und kommt halt mal vor.
So nun hoffe ich, dass ich dich nicht vollends verwirrt habe.
LG Christine



7969 Antwort: Anläufe zum ES - Olivia 26. August 2009 09:37:547968

Hi Christine,
ich messe normal um 4.45Uhr. Habe gerade meine letzte Woche vom Urlaub und messe erst um 5Uhr (wache meist um die Zeit von alleine auf, weil's halt mein Rhythmus ist). Wenn ich arbeiten muss, stehe ich 4.50 Uhr auf, daher die Messung um 4.45Uhr. Bei der Software legt man vorher fest, wann man hauptsächlich misst. Liegt eine Störung vor, kann man einen Wert auch streichen, das ist z.B. am 23. ZT der Fall gewesen (unruhig geschlafen, wenig Schlaf etc.)
Wenn ich bspw. erst um 6.55Uhr messe, wird das von der Software gestrichen, da der Wert zu weit entfernt von 5 Uhr liegt (um Störungen auszuschließen). Die Software wurde nach der Vorgehensweise der NFPlerin Toni Weschler implementiert. Sie geht davon aus, dass man pro Stunde länger schlafen eine Temperaturerhöhung von 0.1° hat (bei mir traf das auch des öfteren zu). Die Software korrigiert dann quasi die Werte auf 5 Uhr. Am 56. ZT bin ich schon um 3.15 Uhr aufgewacht, es wären also keine 3 Stunden Schlaf mehr bis 5 Uhr möglich, daher habe ich bereits gemessen. Der Originalwert von 36.46° wurde dann auf 36.61° gesetzt.
Parallel dazu führe ich bei mynfp.de noch eine Online-Kurve mit den unkorrigierten Werten, aber diese Kurve ist auch nicht besser auswertbar!
Ich messe mit einem digitalen Thermometer (Cyclotest) rektal 5 Minuten (also über den Piepton hinaus). Das Thermometer habe ich erst im Mai 2009 gekauft, daher denke ich die Batterien sind noch ok - was meinst Du?
Keine Sorge, hast mich nicht verwirrt :-)
Danke & liebe Grüße

Olivia
PS: zum angeführten Zyklus: ich finde es einfach interessant, dass es so große Unterschiede zwischen den Frauen gibt. Das war ja nur ein Beispiel von vielen... Hab auch schon öfters Kurven gesehen, die zwischen Eisprung und erstem positiven Schwangerschaftstest (ES+10 oder mehr) noch unruhige Verläufe teils oberhalb, teils unterhalb der CL haben, nach dem pos. SST aber dann in stabile Hochlage gehen. Wie Du schon sagtest, wir sind keine Maschinen. Bin Mathematiker, mein Steckenpferd ist die Stochastik, daher habe ich ein besonderes Fable für Daten & Kurven ;-)
PPS: Seit Montag messe ich nicht mehr, weil's mich nur noch annervt. Ich warte jetzt auf den 11.9., den Gyn-Termin, und dann sehen wir weiter...

>Hallo Olivia,
>habe nochmals über deinen Zyklusaufzeichnungen gebrütet...

    Du hast dir eine Software besorgt und die hilft dir beim Auswerten des Zyklus? Wieso ist z.B. am 23.Tag der Wert durchgestrichen? Oder der am 32.Tag?
    >Misst du wirklich schon um 5 Uhr morgens? Musst du jeden Tag so früh aufstehen?
    >Mit was misst du? Nachdem ich mir den Zyklus auf unserem Formular, bei dem die Kästchen rechteckig sind, doppelt so breit wie hoch, angesehen habe, kam mir die Erinnerung an meine Zyklen, als die Batterie des Thermometers schwach war. Da hat der Thermometer nämlich seine Messungenauigkeit von +/- 0,2°C voll ausgeschöpft und dann wird ein Zyklus leicht unleserlich.

>Zu dem anderen Zyklus den du anführst ist zu sagen: es sind drei höhere Messungen über 6 tiefe, die dritte ist nicht 0,2°C höher als die Basislinie, deshalb ist noch eine 4. höhere Messung nötig, die nur noch höher sein muss. Also die Bedingungen für eine Hochlage sind korrekt erfüllt. Wieso dann wieder die nächsten Messungen durchgestrichen sind, verstehe ich wiederum nicht. Aber das ist wirklich eine sehr flache Hochlage und die Temperatur geht auch nach der Einnistung nicht nochmals hoch. Das ist auch untypisch. Aber was solls, dieser Zyklus ist nicht von dir und braucht uns kein Kopfzerbrechen zu bereiten.
>Mit deiner Frage nach der Behandlung von einer Zyste musst du dich gedulden bis "unser" Arzt sich aus dem Urlaub zurückgemeldet hat. Ich bin selbst keine Medizinerin und weiß da nicht Bescheid. Es ist aber meines Wissens nichts besonderes und kommt halt mal vor.
>So nun hoffe ich, dass ich dich nicht vollends verwirrt habe.
>LG Christine



7970 Antwort: Anläufe zum ES - Christine 27. August 2009 12:19:577969

Hallo Olivia,

nachdem was du beschreibst, denke ich auch, dass der Thermometer o.k. ist. War halt eine Überlegung.
Ich verstehe, dass du genervt bist, aber es wäre doch gut wenn du weiter messen würdest. Nur so kann man sehen ob die Hochlage ausreichend lang ist. (Im letzten Zyklus war sie das ja nicht.)
Lass hören was der Gyn. meint.
Grüße Christine