Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus


Kinderwunsch-Forum - Der natürliche Weg zur Empfängnis.


Geschrieben von Manfred van Treek am 10. Februar 2009 08:46:40:

Als Antwort auf: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus geschrieben von simone am 05. Februar 2009 19:32:57:

Sehr geehrte Frau Simone ….

Ihre Anfrage ist sehr spezifisch, weil Sie in einer sehr spezifischen Situation sind, die aus einer sehr spezifischen Behandlung resultiert.

Ich möchte vorwegschicken, dass ich als naturheilkundlich orientierter Allgemeinarzt und mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung mit naturidentischen Hormonen (siehe: www.hormonselbsthilfe.de und www.johnleemd.com ) eine andere Vorgehensweise empfehlen würde, als die, die die schulmedizinische Gynäkologie im Moment bei Ihnen anwendet.

Damit aber überhaupt etwas geraten werden kann, müssten noch Informationen über Ihre Vorgeschichte gesammelt werden. Da das Forum so gut wie anonym ist, brechen wir keine Arztgeheimnisse, wenn wir offen über die Anamnese (= Vorgeschichte) sprechen.

Meine Fragen sind:

Wie alt sind Sie denn eigentlich? (ganz wichtige Information in diesem Zusammenhang!).

Haben Sie schon Kinder? (wieviele? Wann geboren?).

Haben Sie früher verhütet? (wie? Pille? Spirale? Wie lange mit welchen Methoden?).

Hatten Sie Abtreibungen?

Wie lange vor der Schwangerschaft, die zur Fehlgeburt im Sommer letzten Jahres führte, hatten Sie regelmäßigen Verkehr mit Ihrem Mann, bis es zur angestrebten Schwangerschaft kam?

Hatten Sie diesen Verkehr wirklich immer an den fruchtbaren Tagen? Wissen Sie, wie man/frau die fruchtbaren Tage feststellt und welche Tage von den fruchtbaren Tagen die besten Tage für eine Empfängnis sind?

Wenn Sie bisher von keinem Arzt in Bezug auf die letzten beiden Fragen beraten worden sind, dann, so fürchte ich, ist bei Ihnen viel zu schnell mit manipulativen Techniken vorgegangen worden. Wenn keine Ärztin Ihnen den weiblichen Zykus im Sinne der Natürlichen Empfängnisregelung nach Prof. Rötzer erklärt hat, dann hat man Sie um die Chance gebracht, sehr informative Diagnostik durch Selbstbeobachtung selbst machen zu dürfen. In meiner Praxis arbeite ich in erster Linie mit Informationen, die ich den Patientinnen anbiete. Für mich ist die mündige Patientin ein wichtiges Ziel. Die Frau muss wissen, was in ihrem Körper vorgeht, sie muss ihre gesunden und natürlichen Zeichen einordnen können, sie sollte aber auch abweichende, nicht normale Phänomene bewerten können. Die Beraterin/Innen von Perle-ev und INER können Ihnen helfen, damit Sie aus der Betrachtung Ihrer Zykluskurve (Temperatur und Fruchtbarkeitsschleim) erkennen, ob z.B. eine Gelbkörperschwäche vorliegt. Dieser Progesteronmangel ist die häufigste Ursache weiblicher Unfruchtbarkeit. Es gibt in der naturheilkundlichen Gynäkologie einige Möglichkeiten der Therapie. Ich möchte das „Frauenheilbuch“ von Heide Fischer aus dem Nymphenburger Verlag erwähnen, in dem z.B. Teemischungen für „mehr weiblichen Rhythmus“ oder bei „anovulatorischen Zyklen“ (= Zyklen ohne Eisprung) angegeben sind. Karin Türck hat bereits einen wichtigen Hinweis gegeben, mit welchem Buch Sie die Zyklusselbstbeobachtung lernen können, mit "Natürliche Empfängnisregelung" von Prof. Rötzer aus dem Herder-Verlag.

Ich würde Therapien, die so schmerzhaft sind und die so manipulativ in mein Hormonsystem eingreifen, ablehnen.

Sie dürfen gerne nochmal schreiben, Ich werde versuchen, bald zu antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred van Treek – Viernheim

Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Umweltmedizin



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