folgende allgemeinere Informationen habe ich nun noch von Frau Dr. Benz zu Ihren Fragen bekommen:
Die Sterilitätstherapien sind etwas für Spezialisten, und die einzelnen Therapieregime nicht immer einfach nachzuvollziehen.
Im ersten Zyklus einer Hormonbehandlung (auch bei Pilleneinnahme) sind Zwischenblutungen nicht ungewöhnlich.
Die Schmerzen, die in diesem Clomifenzyklus auftraten, sind vermutlich durch die Cysten bedingt. Ab etwa 4 cm Größe verursachen Cysten gerne Schmerzen durch die Dehnung der Eierstockkapsel. Die Schmerzen werden oft als ziehend beschrieben.
Clomifen stimuliert die Bildung der Follikel, wirkt aber gleichzeitig geringfügig antiöstrogen. Vielleicht war dadurch der Aufbau des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut) gestört, was sich in Schmierblutungen zeigte. Ein Schwangerwerden ist wohl dennoch möglich. Bei Clomifen ist noch wichtig, dass der Wirkstoff kumulieren kann, sodass man nach 3 Zyklen normalerweise einen Zyklus Pause macht und die Nachwirkung abwartet.
Für Frauen mit polycystischen Eierstöcken und sehr langen Blutungsabständen und oft monophasischen zyklen wegen ausbleibender Ovulation ist außerdem wichtig zu wissen, dass die Clomifenstimulierung schwierig sein kann. Diese Frauen sprechen oft auf die übliche Dosierung zunächst garnicht an, und bei einer Erhöhung reagieren sie dann plötzlich mit Überstimulation d.h. es entstehen große Cysten und man muss die Therapie für diesen Zyklus abbrechen.
- Frage an Frau Dr. Benz: Clomifenzyklus Simone 23.02.2009 20:55
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