>Dein Fall klingt wirklich schwierig und frustrierend. Ich denke, dass man an dem Grund, dass du nicht Schwanger wirst, auch nicht viel ändern kannst. Der Niederländische Arzt scheint mir sehr ehrlich gewesen zu sein. Leider haben wir gar keine Zahlen zu der Anzahl der Kinderwunsch Patienten, die dann tatsächlich schwanger werden. Letztendlich liegt die Wahrscheinlichkeit ja bei jedem Fall anders und eine pauschale Zahl über alle Kinderwunsch Fälle würde Dir nicht weiter helfen. Wenn du Dich mit der Kinderlosigkeit gar nicht abfinden kannst, würde ich versuchen ein Kind zu adoptieren. Solch einen Fall habe ich in meinem eigenen Bekanntenkreis und das Paar kommt mit dem Weg ganz gut klar.
>Grüße,
>Sigrun
Die Schwangerschaftsrate bei "tubarer Sterilität" d.h. nur Eileiter zu, aber sonst alles o.K., gute Eizellen und Samenqualität usw., ist : 24,2 %pro Transfer
Bei ICSI 24,7 % pro Transfer
Schwanger heißt noch nicht Elternsein. Die "Baby-take home Rate" liegt noch niedriger bei etwa 15 % pro Transfer. Daher ist es nicht überraschend, wenn ein Paar meist mehrere Behandlungszyklen braucht um ein Kind zu bekommen.
Wenn schon die Stimulation der Eierstöcke so schwierig und unergiebig ist, sinken die Erfolgschancen entsprechend rapide. Übertragen werden können nur Embryonen, die entstanden sind und die wachsen. Wenn die Eierstöcke auf die Stimulation so schlecht ansprechen, liegt wahrscheinlich eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz vor, die sich auch mit noch mehr Stimulation nicht beheben lässt. Zu lösen wäre dies wohl nur mit einer Eizellspende, was in Deutschland verboten ist, und sicherlich auch nicht im Sinne des Paares wäre.
Bei der Entscheidung, mit viel Aufwand und "verbotenen" Maßnahmen und ins Ausland fahren müssen ein genetisch nur mit dem Vater verwandtes Kind zu bekommen, oder lieber eines zu adoptieren, scheint mir die Adoption der bessere Weg zu sein.
Abgesehen vom rein Medizinischen sollten die Fragen nach der Zyklusbeobachtung gestellt werden und nach den näheren persönlichen und sozialen Umständen. Ist hier wirklich alles ausgeschöpft? Gibt es aussagekräftige Zyklusaufzeichnungen? Gutes Stressmanagement? Berufliche Situation? Erwartungsdruck der Familie oder des Paares selbst? Kamen Mg, Agnucaston oder Utrogest gezielt zum Einsatz? Psychologische Unterstützung? Akupunktur? ....usw.
Ein Akzeptieren der Kinderlosigkeit, Gelassenheit und Offenheit gegenüber einer evtl. Adoption haben schon zu manchen überraschenden Schwangerschaften geführt. Erholen sich Körper und Seele, erholen sich vielleicht auch die Eierstöcke.
Bleibt man jedoch bei den technischen Lösungsversuchen, müsste die nächste Reise wohl nach Tschechien zur Eizellenspende gehen...........
Viele Grüße
Sonja Benz